Informationsportal zur Radverkehrsförderung

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Winfried Hermann MdL, Verkehrsminister:

„Das Land Baden-Württemberg fördert den Radverkehr – strategisch und mit Plan.”

Landesauszeichnung

„Fahrradfreundliche Kommune”

Gemeinden, Städte und Landkreise, die das Fahrrad konsequent fördern, können sich um die Landesauszeichnung „Fahrradfreundliche Kommune” bewerben - wenn sie die notwendigen Voraussetzungen erfüllen. Die NVBW - Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg mbH koordiniert das Verfahren zur Vergabe der Auszeichnung im Auftrag des Verkehrsministeriums (VM).

Fahrradfreundlichkeit in Baden-Württemberg soll mehr sein als ein Lippenbekenntnis. Daher hat das Land die Auszeichnung „Fahrradfreundliche Kommune” eingeführt. Landkreise sind hier ausdrücklich miteingeschlossen. Kommunen und Landkreise, die sich in vielen Bereichen für mehr und besseren Radverkehr einsetzen, können die Auszeichnung erhalten. Voraussetzung dafür ist unter anderem die Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußgängerfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. (AGFK-BW). Hier gibt es mehr Informationen zur AGFK-Mitgliedschaft.

Antragstellung

Erstmalige Zertifizierung

Alle Kommunen, die sich erstmals zertifizieren lassen möchten, starten mit der Checkliste „Wie fahrradfreundlich ist meine Kommune?“ in das Zertifizierungsverfahren. Die Checkliste hilft zertifizierungswilligen Kommunen einzuschätzen, ob sie in ihrer Radverkehrsförderung bereits so weit fortgeschritten sind, dass eine Bewerbung um die Landesauszeichnung Aussicht auf Erfolg verspricht. Die Einreichung der Checkliste ist fester Bestandteil des Zertifizierungsverfahrens. Nach positiver Prüfung erhält die Kommune für die eigentliche Antragstellung den editierbaren Fragebogen zur Landesauszeichnung. Antragswillige Kommunen, die sich im Vorfeld über die Inhalte des Fragebogens informieren möchten, nutzen dazu den Fragebogen im Ansichtsformat (siehe auch Download rechte Spalte).

Rezertifizierung

Kommunen, die nach fünf Jahren einen Antrag auf Rezertifizierung stellen wollen, nutzen den editierbaren Fragebogen zur Landesauszeichnung, den sie bei der Ansprechpartnerin für das Verfahren anfordern. Rezertifizierungswillige Kommunen, die sich im Vorfeld über die Inhalte des Fragebogens informieren möchten, nutzen dazu den Fragebogen im Ansichtsformat (siehe auch Download rechte Spalte). Dem Antrag auf Rezertifizierung ist darüber hinaus das Formular zur Stellungnahme zu den Hausaufgaben beizufügen.

Der Leitfaden für Kommunen zur Landesauszeichnung enthält wichtige Detailinformationen zum Zertifizierungsverfahren, die zu berücksichtigen sind.

Abweichend von der üblichen Antragsfrist können Anträge für das Prüfjahr 2019 bis Freitag, 01. März 2019 eingereicht werden. Der Antrag ist zu senden an: 

NVBW – Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg mbH,
Dr. Juliane Korn, Wilhelmsplatz 11, 70182 Stuttgart

Bewertungskriterien

Die Landesauszeichnung ist an die Erfüllung verschiedenster Kriterien geknüpft, die folgenden Bereichen zugeordnet sind:      

  • Strukturen und Rahmenbedingungen
  • Infrastruktur
  • Fahrradparken und Verknüpfung
  • Verkehrssicherheit
  • Soziale Dimension
  • Kommunikation, Verhalten und Service
  • Radtourismus und Freizeitradverkehr

Prüfkommission

Die Prüfung der Anträge und die Begutachtung der Kommunen vor Ort, die sich um die Auszeichnung als „Fahrradfreundliche Kommune” bewerben, erfolgt durch eine Prüfkommission des Landes, die sich aus fachkundigen Mitgliedern des Landesbündnisses ProRad zusammensetzt. 

Ausgezeichnete Kommunen

Als „Fahrradfreundliche Stadt” sind bisher ausgezeichnet: Freiburg (2011, rezertifiziert 2017), Karlsruhe (2011, rezertifiziert 2017), Offenburg (2011, rezertifiziert 2017), Heidelberg (2012, rezertifiziert 2018), Kirchheim u.T. (2012, rezertifiziert 2018), Tübingen (2014), Lörrach (2015) und Mannheim (2017).

"Fahrradfreundlicher Landkreis" ist der Landkreis Göppingen (2013).

Fahrradfreundliche Preise

Alle zertifizierten Kommunen erhalten ein Zertifikat sowie das auf die Kommune abgestimmte Logo der Landesauszeichnung für die Öffentlichkeitsarbeit.

Als Sachpreis bekommen erstzertifizierte Kommunen eine Fahrradzählsäule. Sie liefert täglich Daten zum Radverkehr, die einerseits in die Verkehrsplanung, andererseits in die Erfolgsmessung der Radverkehrsförderung einfließen können. Rezertifizierte Kommunen erhalten eine selbstbedienbare Fahrrad-Servicestation mit Werkzeug und Luftpumpe. Sie kann im öffentlichen Straßenraum aufgestellt werden und kommt so den Rad fahrenden Bürgerinnen und Bürgern zugute. So können die zertifizierten Kommunen ihre Fahrradfreundlichkeit noch sichtbarer machen und öffentlichkeitswirksam kommunizieren.