Informationsportal zur Radverkehrsförderung

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Verkehrsminister Winfried Hermann und der Karlsruher Bürgermeister Michael Obert enthüllen anlässlich des Draistags eine Fahrradzählsäule.

Winfried Hermann MdL, Verkehrsminister:

„Mittelfristig wollen wir den Anteil des Radverkehrs an den zurückgelegten Wegen auf 20 % verdoppeln.”

Schnell und sicher

Radschnellverbindungen zeigen Wirkung

Radschnellverbindungen (RSV) bieten Radfahrerinnen und Radfahrern eine attraktive Möglichkeit, längere Strecken zügig und sicher zurückzulegen. Daher fördert das Land Baden-Württemberg lokale Machbarkeitsstudien für RSV (siehe unten). RSV führen den Radverkehr möglichst kreuzungsfrei und getrennt von anderen Verkehrsmitteln. In den Niederlanden sind die schnellen Direktverbindungen für den Radverkehr längst ein Erfolgsmodell – vor allem im Berufsverkehr, wo sie entscheidend dazu beitragen, den Verkehr vom Auto aufs Rad zu verlagern.

Im Koalitionsvertrag erkennt die Landesregierung die große Bedeutung von Radschnellverbindungen insbesondere vor dem Hintergrund der rasanten Verbreitung von Pedelecs und E-Bikes an. Auch in der RadSTRATEGIE Baden-Württemberg ist festgelegt, RSV als wirksames Instrument der Radverkehrsförderung und als Leuchtturmprojekte mit hoher Signalwirkung besonders zu fördern und zügig zu realisieren. Bis zum Jahr 2025 sollen zehn neue überregionale RSV im Land entstehen. Im neuen Bundesverkehrswegeplan haben Radschnellverbindungen ebenfalls Eingang gefunden.

Erste Maßnahmen: Potenzialanalyse und VCD-Projekt

Aktuell hat das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg (VM) eine Potenzialuntersuchung und Machbarkeitsanalyse zu RSV in Baden-Württemberg in Auftrag gegeben. Seit Sommer 2016 fördert das VM außerdem das Projekt „Radschnellwege Baden-Württemberg“ des VCD Landesverbands Baden-Württemberg (VCD BW). Ziel des Projekts: Politik, Verwaltung, Planern und Verbänden wissenschaftliche Erkenntnisse rund um das Thema Radschnellverbindungen zu vermitteln, den Erfahrungsaustausch herzustellen und einen Leitfaden für die Planung und Umsetzung von RSV zu erstellen. Das Projekt läuft bis Mitte 2018.

Förderung von Machbarkeitsstudien

Die Landesregierung unterstützt die Konzeption und Umsetzung von Radschnellverbindungen. Parallel zur oben genannten Potenzialanalyse möchte das Land Baden-Württemberg im Interesse schneller Projektfortschritte auch lokale Machbarkeitsstudien zu potenziell sinnvollen RSV finanziell fördern. Nähere Informationen finden sich in der zugehörigen Pressemitteilung des VM.

Weiterführende Informationen per Download als PDF:

Aktuell haben 13 Landkreise und Regionalverbände für 29 mögliche Strecken ihr Interesse angemeldet.Die ersten vier Untersuchungen im Auftrag des Regionalverbands Südlicher Oberrhein im Raum Freiburg und Raum Offenburg wurden bereits bewilligt. Zur Förderung der Machbarkeitsstudien stellt das Verkehrsministerium rund 1,2 Millionen Euro bereit.

Regionale Aktivitäten

In verschiedenen Regionen gibt es bereits konkrete Maßnahmen zu RSV. Die Stadt Freiburg setzt bereits mehrere RSV um, über deren Fortschritt auf www.fahrradland-bw.de immer wieder berichtet wird. Der Verband Region Rhein-Neckar arbeitet derzeit mit allen betroffenen Kommunen an einer Machbarkeitsstudie zu einem Radschnellweg entlang des räumlichen Korridors von Heidelberg über Mannheim, Ludwigshafen (Rhein) bis nach Schifferstadt.

Mehr lesen zur Machbarkeitsstudie Radschnellweg Verband Region Rhein-Neckar

Drei Pilotprojekte in Baden-Württemberg

Das Land Baden-Württemberg plant und baut drei Radschnellverbindungen als Leuchtturmprojekte und steigt damit auf ausgewählten Strecken auch als Bauherr aktiv in die Umsetzung ein. Bereits jetzt unterstützt das Land regionale Projekte, übernimmt nun aber zusätzlich die Baulastträgerschaft für die Radschnellverbindungen Heidelberg - Mannheim, Heilbronn - Neckarsulm - Bad Wimpfen und Esslingen - Stuttgart. Dazu sagte Verkehrsminister Winfried Hermann MdL am 17. Juli 2017: „Mit den drei Leuchtturmprojekten übernimmt das Land die Verantwortung für die Umsetzung der Strecken und dokumentiert damit die Bedeutung der Radschnellverbindungen für eine neue Radkultur in Baden-Württemberg. Es werden viel mehr Menschen auf das Fahrrad umsteigen, wenn die zur Verfügung stehende Infrastruktur für RadfahrerInnen durch leistungsfähige, schnelle und direkte Verbindungen attraktiver wird.“
Bei konventionellen Radwegen wechselt die Verwaltungszuständigkeit für Bau und Unterhaltung häufig zwischen den anliegenden Kommunen, Land und Bund. Dadurch entstehen Verzögerungen und die Qualität ist oft uneinheitlich. Um bei Radschnellverbindungen durchgehend attraktive Verbindungen zu gewährleisten, müssen Umsetzung, Erhaltung und Unterhaltung in einer Hand liegen. Dies kann ein kommunaler Träger oder ein Zweckverband sein. Für die jetzt benannten drei Pilotprojekte mit hoher Landesbedeutung übernimmt erstmals das Land diese Rolle.

Indem das Land für ausgewählte Radschnellverbindungen die Verantwortung für die ganze Strecke übernimmt, kann mit gleichen Standards gebaut werden. Auch Unterhaltung, Erhaltung und der Winterdienst werden auf einheitlichem Niveau gesichert. Für die Kommunen bedeutet dies aufgrund der Kosten in Höhe von 0,5 bis 1 Millionen Euro je km Radschnellverbindung eine deutliche finanzielle Entlastung. Anhand der Leuchtturmprojekte sollen Erfahrungen und Erkenntnisse für die künftige Projektabwicklung gewonnen werden.

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Informationen zu Machbarkeitsstudien

RS1

Lernen vom Radschnellweg Ruhr RS1: von der Machbarkeitsstudie bis zur Umsetzung erster Streckenabschnitte. Hier gehts zum Imagefilm auf Youtube

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