Informationsportal zur Radverkehrsförderung

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Radfahrerampel steht auf grün

Slogan der velocity-Konferenz 2013 in Wien

„Cycling is the city changer.“

UBA-Studie belegt Interesse an Radverkehr

19. April 2017

Deutsche Autofahrer würden aufs Rad umsteigen, wenn die Bedingungen stimmen.

Seit dem Jahr 2000 lässt das Umweltministerium regelmäßig die Einstellung der deutschen Bevölkerung zu Umweltthemen untersuchen. Laut der Mitte April 2017 veröffentlichten Studie "Umweltbewusstsein in Deutschland 2016" kann sich eine große Mehrheit der deutschen Autofahrer vorstellen, mehr zu Fuß zu gehen und mit dem Rad zu fahren.

Für die Wege im Alltag nutzen 70 Prozent der Befragten täglich oder mehrmals wöchentlich ein Auto. Doch auch regelmäßige Autofahrerinnen und Autofahrer sind unter bestimmten Bedingungen bereit zu wechseln. Eine Stadt- oder Regionalentwicklung, die das Auto leichter verzichtbar macht, trifft bei über 90 Prozent der Befragten auf grundsätzliche Akzeptanz. Auch neue Entwicklungen beim Carsharing oder im Bereich der Fahrradmobilität finden viele interessant.

14 Prozent der über 2.000 Befragten gaben an, täglich das Fahrrad zu nutzen. 18 Prozent nutzen das Rad mehrmals in der Woche, 6 Prozent einmal in der Woche, 9 Prozent mehrmals im Monat, 17 Prozent einmal im Monat oder seltener, 36 Prozent nie.

52 Prozent fordern eine verbesserte Fahrradinfrastruktur

Knapp zwei Drittel der regelmäßigen Autofahrerinnen und Autofahrer können sich auch vorstellen, künftig häufiger mit dem Fahrrad zu fahren. Dafür müssten insbesondere drei Bedingungen gegeben sein oder sich ändern. Erstens geben 52 Prozent eine verbesserte Fahrradinfrastruktur wie Radwegebelag, Beschilderung, Routenführung oder Radwegenetz als Bedingung für einen Umstieg an. Zweitens sind kürzere Wege etwa zum Einkaufen oder zur Arbeit für 42 Prozent eine Bedingung. Drittens sind insbesondere in Großstädten mehr und sichere Abstell-/Unterstellmöglichkeiten für viele ein Anliegen (40 Prozent). Weitere Bedingungen werden weniger häufiger genannt, darunter: mehr direkte und kreuzungsarme Radschnellverbindungen (30 Prozent), weniger Autoverkehr in der unmittelbaren Umgebung beziehungsweise entlang der Fahrradwege (23 Prozent), Radrouten mit geringerem Anstieg (20 Prozent). Das Fehlen eines eigenen Fahrrads hindert nur eine kleine Minderheit daran, häufiger Fahrrad zu fahren.

Damit die Bereitschaft, mehr zu Fuß zu gehen oder häufiger Fahrrad zu fahren, sich im Alltag auch umsetzen lässt, ist eine bestimmte Infrastruktur notwendig. Die Idee, Städte oder Gemeinden so zu entwickeln, dass die Menschen kaum noch auf ein Auto angewiesen sind, sondern ihre Wege zu Fuß, mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln erledigen können, trifft auf hohe Akzeptanz. Über 90 Prozent der Befragten glauben, dass eine solche Stadt- oder Regionalentwicklung sehr viel (56 Prozent) oder etwas (35 Prozent) zu einem guten Leben beitragen kann. Im Vergleich zu 2014, als hierfür ebenfalls schon hohe Akzeptanz vorherrschte (45 Prozent "sehr viel" und 37 Prozent "etwas"), ist die Zustimmung um weitere neun Prozentpunkte gestiegen.

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Herangezoomt: Füße in Turnschuhen auf den Pedalen eines gelben Damenrads.

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