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„Nichts ist vergleichbar mit der einfachen Freude, Rad zu fahren.“

RSV: Gute Kosten-Nutzen-Analyse

09. Mai 2018

Radschnellverbindungen lohnen sich für Kommunen. Anfangsinvestitionen amortisierien sich laut Studie schnell.

Radschnellverbindungen für Pendler lohnen sich in der Kosten-Nutzen-Analyse für Kommunen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des niederländischen Verkehrsexperten Ernst Bos vom Wageningen Economic Research Institut. Für das von Bos betrachtete Fallbeispiel erwartet der Forscher Wohlfahrtseffekte, die rund dreimal höher liegen als die Investitionen. Bos selbst nennt diese Schätzung eher konservativ.

Hohe Anfangsinvestitionen, schnelle Amortisierung

In den Niederlanden gibt es bereits hunderte Kilometer an Radschnellwegen, die Städte und Kommunen miteinander verbinden. Allerdings kamen die Investitionen in ein landesweites Radschnellwegenetz zuletzt ins Stocken. Manche Kommunen scheuen die oft hohen Anfangsinvestitionen. Ökonomische Studien wie die von Bos zeigen aber, dass sich diese Kosten schnell amortisieren lassen. Bos hatte einen knapp 15 Kilometer langen Radweg zwischen Hellevoetsluis und Spijkenisse analysiert, der zu einem Radschnellweg ausgebaut werden soll. Den Kosten für Bau und Unterhalt von 5,7 Millionen Euro stehen Wohlfahrseffekte von 15,5 Millionen Euro gegenüber.

Diese Zahl kam zustande, obwohl Bos auf dieser speziellen Strecke kein großes Potenzial für eine Verlagerung vom Auto- auf den Radverkehr annahm. Die Straße, neben der der Radweg verläuft, wird vom Autoverkehr nur wenig genutzt. Die größten Wohlfahrtseffekte ergeben sich durch kürzere Pendlerzeiten für Radfahrer sowie den Zuwachs an Komfort und Sicherheit.

Mehr Verkehrsverlagerung, mehr Nutzen

Bos’ Berechnungen kommen zu dem Ergebnis, dass der Radschnellverbindung etwa eine Million Euro jährlich an Wohlfahrtseffekten gutgeschrieben werden kann. Damit hätten sich die Kosten in diesem Fall in 4,7 Jahren amortisiert. An Strecken, die ein höheres Potenzial für die Verkehrsverlagerung aufweisen, könnten sogar stärkere Effekte durch eine Steigerung der Luftqualität, bessere Gesundheit der Pendler und reduzierte Lärmbelastung entstehen.

Zuletzt war eine Studie der Universität Kassel zu dem Ergebnis gekommen, dass sich Fuß- und Radverkehr insgesamt für Kommunen wirtschaftlich lohnen. Das Land Baden-Württemberg hatte zuletzt den Bedarf nach Radschnellverbindungen in einer Potentialanalyse flächendeckend und systematisch dokumentiert.

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