Informationsportal zur Radverkehrsförderung

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Radfahrerampel steht auf grün

Slogan der velocity-Konferenz 2013 in Wien

„Cycling is the city changer.“

Radfahrer gut für Einzelhandel

04. April 2016

Radverkehrsförderung zahlt sich aus: Radfahrer sind treue und häufige Kunden.

Mehr Radverkehr ist nicht nur gut für die Gesundheit und erhöht die Lebensqualität in den Städten, er kann sich auch positiv auf den Einzelhandel auswirken. In einer Studie der European Cyclists Federation (ecf) wurden Beispiele aus ganz Europa zusammengetragen: 

Übereinstimmende Ergebnisse aus Kopenhagen, Frankreich und Österreich identifizieren Radfahrer als treue und häufige Kunden. Zwar geben Radfahrer pro Einkauf im Schnitt weniger aus als Kunden, die das Auto nutzen, dafür gehen sie pro Woche etwa doppelt so häufig einkaufen wie Autofahrer. Außerdem stärken Radfahrer den lokalen Einzelhandel, da sie meistens in kurzer Distanz zum Wohnort einkaufen.

Anders als viele Einzelhändler annehmen, wohnen die Kunden gar nicht weit vom Laden weg, sondern in perfekter Radfahrdistanz: In der britischen Stadt Bristol wurde ermittelt, dass knapp die Hälfte der Kunden weniger als eine Meile (1,6 Kilometer) vom Laden entfernt wohnen.

Auch die Umwandlung von Parkplätzen lohnt sich, denn Parkfläche ist ein wichtiger Zugansfaktor für Städte. In Bern hat man durch eine Verbraucherumfrage festgestellt, dass Fahrradfahrer mehr Umsatz pro Quadratmeter Parkfläche generieren als Autofahrer. Da eine Umnutzung eines Parkplatzes gleich mehrern Radfahrern zu Gute kommt, summiert sich die Kundenrentabilität auf 7.500 € pro Quadratmeter. Autofahrer kommen hingegen nur auf einen Wert von 6.625 €. Eine Studie aus Flandern zeigt außerdem, dass Kunden, die aufgrund reduzierter Autoparkplätze wegbleiben, von neuen Kunden, die den Umweltverbund zum Einkaufen nutzen, sogar überkompensiert wurden.

Ein Rechenmodell zum Thema "Einkaufen und Verkehrsmittelwahl" für Österreich zeigt, dass eine Erhöhung des Radverkehrsanteils um 1 % für den lokalen Einzelhandel insgesamt ein zusätzliches Umsatzpotenzial von 0,2 % ergibt. Auf Deutschland übertragen ergäbe sich nach diesem Rechnenmodell bei einer Verdopplung des Radverkehrsanteils auf 25 % ein Umsatzplus von 8,7 Millarden Euro für den Einzelhandel.

Hier gibt es die Studie als Download (1,5 MB), einen Blogbeitrag zu diesem Thema von Christane Lehmann, unserer Vorradlerin des Monats Februar, und weitere gute Argumente für die Wirtschaftlichkeit von Radverkehrsförderung.

 

 

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Baden-Württemberg hat einen Fahrplan für die Radverkehrsförderung in den nächsten 10 Jahren: Die RadSTRATEGIE Baden-Württemberg

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