Informationsportal zur Radverkehrsförderung

Informationsportal zur Radverkehrsförderung

Radfahrerampel steht auf grün

Slogan der velocity-Konferenz 2013 in Wien

„Cycling is the city changer.“

Mehrheit für umweltfreundliche Verkehrsmittel

28. August 2017

Forsa-Befragung ergibt hohe Priorität für Klima- und Umweltschutz

Im Auftrag des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg hat die forsa Politik- und Sozialforschung GmbH eine repräsentative Telefonbefragung zu den Themen „Mobilität und Verkehr in Baden-Württemberg“ durchgeführt. Im Rahmen dieser Befragung wurden insgesamt 1.001 Personen in Baden- Württemberg, darunter 250 Personen in der Stadt Stuttgart, 251 Personen in der Region Stuttgart und 500 Personen im übrigen Baden-Württemberg befragt. Die Disproportionalität bei der Stichprobenanlage wurde im Anschluss an die Erhebung durch eine statistische Gewichtung gemäß den tatsächlichen Bevölkerungsanteilen in der Stadt Stuttgart, der Region Stuttgart und dem restlichen Baden-Württemberg wieder ausgeglichen, um ein für die Grundgesamtheit repräsentatives Ergebnis zu erhalten.

Zentrale Ergebnisse der Befragung

Klima- und Umweltschutz, Verkehrssicherheit, die Verringerung von Staus sowie die Stärkung des Umweltverbunds sollen im Mittelpunkt einer guten Mobilitätspolitik stehen. Dies sind zentrale Ergebnisse einer vom Ministerium für Verkehr in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage zu Mobilität und Verkehr in Baden-Württemberg.

Von hundert Baden-Württembergern wollen 73 zusätzliche Mittel in umweltfreundliche Mobilität mit Bus, Bahn, Rad, Fuß oder die Vernetzung der Verkehrsmittel investiert sehen. „Diese eindeutige Mehrheit überrascht selbst uns. Im Landtag ist ja der Glaube weit verbreitet, die Bürger wollten vor allem neue Straßen", sagte Verkehrsminister Winfried Hermann. 

Auf die Frage, in welchen Bereich die Befragten 10 Millionen EURO zusätzlich im Verkehr investieren würden, zählen 20 Prozent den Fuß- und Radverkehr auf, 25 Prozent ein besseres Bus- und Bahnangebot und 28 Prozent die Vernetzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel. Lediglich 15 Prozent sprechen sich zuerst für den Neubau von Straßen aus, weitere 9 Prozent für Erhaltungsinvestitionen an Straßen. Verkehrsminister Winfried Hermann: „Wir sehen uns durch die Umfrage auf unserem Weg zu einer nachhaltigen Mobilität bestätigt.“

Gute Verkehrspolitik zum Schutz des Klimas und der Umwelt

Die höchsten Zustimmungswerte (95 Prozent) erhielt die Aussage, dass eine gute Verkehrspolitik den Schutz des Klimas und der Umwelt zum Ziel haben sollte. Viel Zuspruch bekamen auch die Verringerung von Unfallrisiken für alle Verkehrsteilnehmer (94 Prozent) und wirksame Maßnahmen gegen Staus (94 Prozent).

Die Umfrage bestätigt die positive Einstellung der Bürger Baden-Württembergs zu umweltfreundlichen Verkehrsmitteln durch weitere Ergebnisse der Befragung: 90 Prozent sehen als Ziel einer guten Verkehrspolitik, mehr Bus- und Bahnverbindungen zu schaffen. 88 Prozent möchten fahrradfreundlichere Städte und Dörfer, und 84 Prozent sind dafür, dass alltägliche Wege verstärkt zu Fuß zurückgelegt werden können. Außerdem sind 80 Prozent der Meinung, Land und Kommunen sollen in Radschnellverbindungen investieren, um Pendlern bessere Umsteigemöglichkeiten auf das Fahrrad zu bieten.

Bürgerinnen und Bürger fordern offenkundig die Verkehrswende

Minister Hermann sieht die Umfrageergebnisse als deutliche Unterstützung für die Politik der Landesregierung zu einer umwelt- und klimafreundlichen Mobilität. „Die Bürgerinnen und Bürger fordern offenkundig die Verkehrswende, während in der Verkehrspolitik der Autolobbyismus oft dominiert.“ Die Ergebnisse der Umfrage seien aber auch ein wichtiger Fingerzeig für die Kommunen, den Umweltverbund durch konkrete Maßnahmen und verstärkte Investitionen weiter zu fördern. Die Kommunen sind für einen großen Teil des öffentlichen Personennahverkehrs sowie für den örtlichen Rad- und Fußverkehr zuständig.

Maßnahmen zur Luftreinhaltung

In der Umfrage wurde auch gefragt, welche Maßnahmen zur Luftreinhaltung für sinnvoll gehalten werden und welche nicht. Der Vorschlag, mehr Gelder in eine intelligente Verkehrssteuerung zu investieren, findet dabei mit 90 Prozent den größten Anklang. Tempolimits auf Zubringerstraßen in Städte werden von knapp drei Vierteln der Befragten unterstützt, sofern hierdurch die Luftqualität verbessert wird. Für permanente Verkehrsbeschränkungen in Gebieten mit hoher Luftverschmutzung sind 64 Prozent.

Ampeln am Ortseingang, die den Autoverkehr in die Innenstädte beschränken, oder der Vorschlag, an Tagen mit hoher Luftbelastung Fahrverbote in Innenstädten nach geraden oder ungeraden Kennzeichen zu verhängen, werden von der Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger abgelehnt.

Hier gibt es weitere Ergebnisse der Umfrage sowie Hintergrundinformationen (PDF-Download).

Newsletter abonnieren

Abo ändern/kündigen Hier klicken

Aktuelle Termine

Im Bereich Termine finden Sie alle aktuellen Veranstaltungen rund um den Radverkehr in Baden-Württemberg und darüber hinaus.

News vor Ort

Neues aus der Radverkehrsförderung in den Kommunen erfahren Sie auf dem Blog der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e.V.

Wege zu einer neuen Radkultur

Baden-Württemberg hat einen Fahrplan für die Radverkehrsförderung in den nächsten 10 Jahren: Die RadSTRATEGIE Baden-Württemberg

Download (5,2 MB)