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John F. Kennedy, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, 1961-1963

„Nichts ist vergleichbar mit der einfachen Freude, Rad zu fahren.“

Der Kirchentag setzt aufs Fahrrad

30. April 2015

Bei der Organisation des Kirchentags in Stuttgart spielt das Rad eine wichtige Rolle.

Foto: DEKT/Stachowske

Der 35. Deutsche Evangelische Kirchentag ist eines der ganz großen Events des Jahres 2015. Die Veranstalter erwarten 100.000 Besucherinnen und Besucher in Stuttgart. Fahrräder spielen bislang bei der Organisation der meisten Großereignissen kaum eine Rolle. Die Laienbewegung, die die Kirchentage organisiert, will das ändern: „Wir wollen die Schöpfung bewahren. Daher organisieren wir den Kirchentag möglichst nachhaltig. Das Fahrrad schont die Umwelt, entlastet den ÖPNV und die Straßen und somit auch die Anwohner”, sagt Christof Hertel vom Umweltmanagement des Kirchentags.

Die Besucher und Helfer des Kirchentages können während der Veranstaltung kostenlos Fahrräder ausleihen. Die Räder stammen aus einer großen Fahrradsammelaktion. Wer sein altes Fahrrad spenden möchte, kann dies noch bis zum 3. Juni tun. Die Räder werden vor der Veranstaltung aufgearbeitet und nach dem Ende des Kirchentages gemeinnützigen Zwecken zugeführt. Die Organisatoren unterstützen auch Menschen mit Behinderung dabei, sich während des Kirchentags umweltschonend durch Stuttgart zu bewegen. Als Alternative zum motorisierten Fahrdienst können sie sich mit Tandems oder Rikschas an ihr Ziel bringen lassen.

Auch bei der Logistik setzt der Evangelische Kirchentag voll aufs Rad. 40 Fahrradkuriere transportieren alles was gebraucht wird und nicht zu groß und schwer ist mit Lastenrädern von A nach B.

Stuttgart 2015 ist nicht der erste Kirchentag mit nachhaltigem Mobilitätskonzept: „Seit 2009 in Bremen propagieren wir den Fahrradfreundlichen Kirchentag”, sagt Hertel. Die Erkenntnisse aus der Durchführung der Kirchentage stellen die Organisatoren auch anderen Veranstaltern zur Verfügung: 2013 haben sie einen Leitfaden zum Einsatz von Lastenrädern in der Transportlogistik herausgegeben.

Wie sehr das Fahrrad den Veranstaltern am Herzen liegt, zeigt, dass selbst die Messen nicht ohne das Rad gelesen werden. Auf dem Kirchentag gibt es sogar einen Fahrradgottesdienst für das Seelenheil der Radfahrerinnen und Radfahrer.

Auch jenseits vom Fahrrad setzt der Kirchentag voll auf Nachhaltigkeit: Das Essen ist Bio und für die Anreise haben die Veranstalter Sonderzüge von Oldenburg, Hamburg und Essen nach Stuttgart organsiert.

Brot für die Welt ruft dazu auf, mit dem Fahrrad zum Kirchentag zu radeln. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lassen sich von Sponsoren pro Kilometer bezahlen und spenden das Geld anschließend an die Hilfsorganisation. Auf der letzten Etappe radelt auch Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann für den guten Zweck.

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Baden-Württemberg hat einen Fahrplan für die Radverkehrsförderung in den nächsten 10 Jahren: Die RadSTRATEGIE Baden-Württemberg

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