Informationsportal zur Radverkehrsförderung

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Viele kleine blaue Fahrräder vor weiß-grauem Hintergrund

Arne Koerdt, Verkehrsministerium

„Unsere Aufgabe: Radverkehrsförderung möglichst einfach machen & Akteuren bei der Arbeit helfen.“

Checkliste

Radfahren im Winter

Was Kommunen für ihre Radfahrerinnen und Radfahrer während der kalten Jahreszeit tun können:

Radwege räumen

Kälte, Regen oder leichter Schneefall sind kein echtes Hindernis für Radfahrerinnen und Radfahrer. Allerdings sollten die Kommunen die Sicherheit des Radverkehrs dadurch unterstützen, dass sie Radwege rechtzeitig von Eis und Schnee befreien. Absolut tabu in fahrradfreundlichen Städten ist, dass der Winterdienst Schnee oder Schneematsch von der Straße auf die Radwege entsorgt. Städte, die ihre Radwege schnell von Schnee und Eis befreien, schaffen eine wichtige Voraussetzung, um ihre Bürger zum Weiterradeln zu motivieren.

Tipps gut sichtbar auf die Website stellen

Kommunen können ihren Bürgerinnen und Bürgern auf der Website der Stadt alle nötigen Informationen zum richtigen Fahrstil, einem winterfesten Fahrrad und zur richtigen Ausrüstung an die Hand geben, um sie fahrradfit zu machen für die Wintermonate. Wie das geht, machen Wien mit der Website „Heuer fahr ich durch” und München mit ausführlichen Informationen rund ums Radfahren im Winter vor.

Gut für Gesundheit und Fitness: Die ersten paar Minuten auf dem Sattel ist es möglicherweise noch kalt. Doch: „Der Wechsel zwischen dem Kältereiz beim Losfahren und dem Warmwerden beim Treten stärkt das Immunsystem und hat eine ähnlich positive Wirkung auf die körpereigenen Abwehrkräfte wie ein Saunabesuch“, sagt Sportwissenschaftler und Fahrradexperte Achim Schmidt von der Sporthochschule Köln. „Wichtig ist, dass man nach der Radtour trocken ist und nicht friert. Am besten hilft ein warmes Getränk, denn nicht jeder wird die Gelegenheit haben, auf der Arbeit heiß zu duschen.“ Mehr zu den gesundheitlichen Vorteilen des Radfahrens im Winter gibt es auf der Website der AGFK-BW.

Gut für Klima und Geldbeutel: Wer auch im Winter mit dem Fahrrad fährt, spart Spritkosten. Und wo kein Sprit verbrannt wird, gibt es keine Abgase. Das ist gut für Umwelt und Klima.

Hier gibt es alle Tipps fürs sichere und angenehme Radeln durch den Winter auf einen Blick zusammengestellt.

Service: Rad-Check als winterliche Veranstaltung

Kommunen können ihre Mitbürger ganz praktisch unterstützen: durch einen Rad-Check an zentralen Punkten in der Stadt. Dabei können Radfahrerinnen und Radfaher darüber informiert werden, wie ihre Kommune sie über den Winter beim Radfahren unterstützt und gleichzeitig prüfen lassen, ob das eigene Fahrrad gut auf den Winter vorbereitet ist. Solche Rad-Checks können als kleine Events von den Kommunen zusammen mit örtlichen Fahrradhändlern organisiert werden.

Die Fahrradhändler können bei den Veranstaltungen zum Beispiel Räder präsentieren, die mit heller Lichtanlage, Spikes, Nabenschaltug und –bremsen, Schutzblechen und einem Kettenkasten gut für den Winter gerüstet sind. Außerdem können sie kleinere Reparaturen direkt vor Ort durchführen.

Zum Angebot des Rad-Checks gehört beispielsweise:

  • Beratung zu Licht, Kleidung, Reifen- und Fahrradwahl
  • Der Bremsen-Check: Bremsen können beim Rad-Check vor Ort überprüft und wenn nötig eingestellt werden. Auf notwendige Reparaturen, wie beispielsweise neue Bremsklötze können die Fahrradexperten hinweisen.
  • Die Kette kann gleich an Ort und Stelle geölt werden.

Schöne Idee aus Helsinki

Um fürs Winterradeln zu werben und Radfahrer zum Rad-Check zu locken, servierte der Fahrrad-Club Helsinki bei seinem Rad-Check im Winter 2013 im „Café Kettenöl“ heiße Getränke, Suppe, Kuchen und Kettenöl. Zudem kürten die finnischen Hauptstädter ihren Winterradler des Jahres.

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