Informationsportal zur Radverkehrsförderung

Informationsportal zur Radverkehrsförderung

Ein Mann macht auf einer Treppe am Fluss eine Pause vom Fahrradfahren.

Amrei Bär, Offenburg, Radverkehrsbeauftragte

„Von der Erfahrung anderer lernen. So muss man das Rad nicht ständig neu erfinden.“

Bisherige Vorradler

 im Überblick

Juli 2017: Bernhard Lange wird mit dem Verdienstorden ausgezeichnet.

Er ist als erfolgreicher Fahrradunternehmer und Geschäftsmann mit großem sozialen Engagement bereits bekannt. Bernhard Lange setzt sich aktiv und leidenschaftlich für die Belange der Fahrradindustrie und für die Interessen der Fahrradfahrer in Deutschland ein. Das von ihm geführte Unternehmen Paul Lange & Co versorgt vom Firmensitz in Bad Cannstatt aus die gesamte Fahrradbranche mit Ersatzteilen und ist als "Fahrradfreundlicher Arbeitgeber" bereits seit 10 Jahren durch den ADFC zertifiziert. Für seinen Einsatz und seine Verdienste wurde Bernhard Lange nun der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland als Dank und Anerkennung für seine Leistungen überreicht. Für uns ein guter Grund, ihn zum Vorradler des Monats Juli zu benennen.

Juni 2017: Pforzheim als Aufholer im Fahrradklimatest

Pforzheim ist beim Fahrradklimatest bundesweiter Aufholer des Jahres mit einer Verbesserung von über 0,3 Notenpunkten in nur zwei Jahren. Damit zeigt Pforzheim, dass sich die intensive Radverkehrsförderung der letzten Jahre durchaus ausgezahlt hat. "Die rote Laterne, die Auszeichnung für den Letztplatzierten, muss weg, das darf nicht noch einmal passieren!", so der Tenor aus der Politik. Meilensteine auf dem Weg zum heutigen Ergebnis waren u.a. die Mitgliedschaft in der AGFK-BW und die Ausarbeitung eines Radverkehrskonzeptes. Darüber hinaus erfolgte eine Wiederbelebung des AK Rad und die Realisierung zahlreicher Infrastrukturprojekte. Das Ergebnis kann sich heute sehen lassen: Pforzheim hat nicht nur in vier Jahren ganze 7 Plätze und 0,5 Notenpunkte gut gemacht, sondern freut sich auch über einen Radverkehrsanteil von 6% am Modal-Split. Wir gratulieren!

April 2017: Die Falschparker-Aktion #woparkstdudenn der AGFK

Die Falschparker-Aktion #woparkstdudenn der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. (AGFK-BW) und der Stadt Heidelberg bekommt den Deutschen Fahrradpreis als bestes Projekt in der Kategorie Kommunikation. Im Sommer 2016 hatte die AGFK-BW in der Heidelberger Altstadt ein auf dem Radweg geparktes Auto demonstrativ mit Post-it-Zetteln zugeklebt. Die Aktion erzielte bundesweit Aufmerksamkeit. Viele Medien nahmen das Thema auf. Das Aktions-Video wurde tausendfach angeklickt.

Der Erste Bürgermeister der Stadt Heidelberg, Jürgen Odszuck, und AGFK-Geschäftsführerin Anna Hussinger nahmen den Preis im Rahmen des Nationalen Radverkehrskongresses am 3. April in Mannheim entgegen. Auch den 3. Platz in der Kategorie Kommunikation belegte ein AGFK-Projekt: die Kampagne „Ich und die Anderen, die Anderen und ich”.

März 2017: Nationaler Radverkehrskongress in Mannheim

Am 3./4. April 2017 findet der Nationale Radverkehrskongress erstmals in Baden-Württemberg statt. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, das Verkehrsministerium Baden-Württemberg und die Stadt Mannheim laden ein zum Leitkongress für die Radverkehrsförderung in Deutschland.  Im Jahr des Fahrrad-Jubiläums steht der Kongress unter dem Motto „200 Jahre Fahrrad – auf in die Zukunft“. Im Fokus des Kongresses steht die Zukunft des Radverkehrs – von konkret bis visionär. Austragungsort ist die Stadt Mannheim – Ort der ersten Fahrradfahrt von Karl Drais.

Hier geht es zur Anmeldung

Februar 2017: Bundeswettbewerb Klimaschutz durch Radverkehr

Mehr und sichere Radwege, Stellplätze mit Ladestationen für Pedelecs, Paketzulieferung per Lastenrad, mehr Platz für den Radverkehr: Der "Bundeswettbewerb Klimaschutz durch Radverkehr" fördert Ideen und Konzepte, die den Radverkehr in Kommunen voranbringen. Auch 2017 können wieder modellhafte und investive Projektideen zur Förderung eingereicht werden. Ziel des Wettbewerbs ist es, Einfluss auf konkret definierte Gebiete, wie Wohnquartiere und Dorf- oder Stadtteilzentren zu nehmen.

Der Wettbewerb des BMUB findet seit 2008 regelmäßig im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative statt und soll einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemission leisten. Angesprochen sind Kommunen, Unternehmen und Bildungseinrichtungen.

Januar 2017: Karl Drais im Jahr des Fahrradjubiläums

Zum Start des Fahrrad-Jahres 2017 ist selbstverständlich kein Geringerer als Karl Drais Vorradler des Monats Januar. Im Jahr 1817 ist es Drais erstmals gelungen, mit seiner eigens konstruierten "Laufmaschine" durch Mannheim zu fahren. Die Laufmaschine gilt als Vorreiter des heutigen Fahrrads. Drais legte mit ihrer Erfindung einen wichtigen Grundstein für unsere heutige Mobilität. 

Grund genug, den ersten Vorradler des neuen Jahres gebührend und an zahlreichen Orten Baden-Württembergs zu feiern. Anlässlich dieses Jubiläums gibt es in Baden-Württemberg u.a. eine Landesausstellung, einen Jubiläumswettbewerb, sowie zahlreiche Aktionen rund um das Thema "200 Jahre Fahrrad" an vielen verschiedenen Orten. 

Dezember 2016: Die Wirkungskontrolle zur Förderung des Radverkehrs

Erfolge messen: Im November hat das Verkehrsministerium Baden-Württemberg (VM) die erste Wirkungskontrolle zur Förderung des Radverkehrs im Land veröffentlicht. Sie liefert wichtige Erkenntnisse darüber, was die Radverkehrspolitik von Land und Kommunen in den vergangenen fünf Jahren bewirkt hat. „Deutlich mehr Radlerinnen und Radler als vor fünf Jahren – unsere Förderpolitik zeigt Erfolge”, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann MdL bei der Präsentation der Studie zu den Wirkungen der Radverkehrsförderung Baden-Württemberg. Durschnittlich 35 Prozent mehr Radfahrer an den Zählstellen in den beteiligten Städten und Landkreisen: „Die Studie belegt, dass man beim Radverkehr mit überschaubaren Investitionen in kurzer Zeit viel bewegen kann”, so Hermann. Ebenso zeigt sie aber auch, an welchen Stellen noch weiter investiert werden sollte. Die Wirkungsstudie wurde durch die NVBW-Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg und durch das Planungsbüro PGV-Alrutz als unabhängigen Gutachter umgesetzt.

November 2016: Der Service-Ruf der Stadt Karlsruhe

Eine Win-Win-Situation schafft die Stadt Karlsruhe mit dem "KA-Service". Ein kostengünstiges und einfaches Melde-System für Bürger, um Straßen und Wege (verkehrs)sicherer zu machen. 

So können beispielsweise Laubansammlungen, Schlaglöcher, defekte Straßenlaternen, Pflasterschäden auf dem Gehweg oder Scherben gemeldet werden. Die Stadt Karlsruhe verspricht die Beseitigung der Problemstellen innerhalb kürzester Zeit und bietet auch einen Report über die eingegangenen Meldungen an. So können die Karlsruher jederzeit auch nachverfolgen, dass sich tatsächlich etwas tut. Und das dank ihrer Mithilfe.

Oktober 2016: Der Fahrradklimatest des ADFC

Ist Fahrradfahren in Ihrer Stadt eher Stress oder ein echtes Vergnügen? Bereits zum siebten Mal ruft der ADFC mit dem Fahrradklimatest dazu auf, Stärken und Schwächen der lokalen Radverkehrsförderung offen zu legen. 2014 lagen zwei der drei von Bürgerinnen und Bürgern am besten bewerteten Kommunen in Baden-Württemberg. Um den Verkehrsplanern ein möglichst repräsentatives Feedback zur Situation des Radverkehrs zu geben, ist es wichtig, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger an der Umfrage beteiligen. In der Online-Umfrage können Sie noch bis zum 30. November die Situation in Ihrer Stadt anhand von 27 Fragen bewerten und so wichtigen Input für Verbesserungen in der Verkehrsplanung geben.

September 2016: RIVA GmbH

„Das persönliche Engagement von Herrn Püttmer ist vorbildlich. Es setzt Zeichen, wenn der Chef mit gutem Beispiel voran fährt.” Mit diesen Worten lobte Verkehrsminister Winfried Hermann die Vorreiterrolle von Marcus Püttmer. Der Geschäftsführer der international tätigen RIVA Gmbh in Backnang übergab seiner Belegschaft im August 30 E-Bikes, komplett mit Fahrradhelmen und funktioneller Radbekleidung. Ziel: Klimaschutz und Gesundheitsförderung. Damit beteiligt sich die RIVA GmbH am Projekt Bike & Work des Rems-Murr-Kreises.

August 2016: Qualitätsbeauftragte der Landesradfernwege

Sie wirken im Hintergrund, haben aber eine wichtige Funktion: die Qualitätsbeauftragten der Landesradfernwege in Baden-Württemberg. Sie koordinieren die Ansprechpartner der Kreise und Kommunen entlang der Hunderte Kilometer langen Wegstrecken, geben Informationen weiter und kennen alle Stärken und Schwächen ihrer Wege. Für diesen Job wurden die Qualitätsbeauftragten mit einer Schulung vorbereitet. Auf www.fahrradland-bw.de verraten sie in den kommenden Wochen, warum man "ihren" Fernradweg unbedingt einmal entlangradeln muss.

Juli 2016: Bett & Bike-Unterkünfte

Schon über 700 Gastbetriebe haben sich landesweit mit dem Siegel Bett+Bike für ihre Fahrradfreundlichkeit zertifiziert. Das engagierte Action Forest Hotel in Titisee konnte sich für das Zusatzzertifikat Bett+Bike Sport qualifizieren und bietet neben Fahrrad-Waschplatz, Werkbank mit Spezialwerkzeug, Gepäcktransfer und Massageservice auch gleich eine eigene Bike Academy an. So können alte Hasen wie Mountainbike-Neulinge entspannt die schönsten Ecken des Schwarzwaldes auf zwei Rädern entdecken.

Juni 2016: Karl Späh GmbH & Co. KG

Das Engagement von Unternehmen ist ein wichtiger Baustein für die Fahrradförderung im Land. Die Karl Späh GmbH & Co. KG bietet seinen Mitarbeiter umfassenden Service und Infrastruktur rund ums Fahrrad und wurde so vom ADFC als „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“ ausgezeichnet. Mit 45 neuen und hochwertigen Abstellanlagen, Umkleide- und Waschmöglichkeiten, einem Bonussystem mit attraktiven Gutscheinen für Fahrradpendler und dem Anbieten von Fahrradleasing unterstützt das Unternehmen aus dem Landkreis Sigmaringen die Gesundheit der 500 Mitarbeiter und setzt sich gleichzeitig für die Umwelt ein.

Mai 2016: Fahrradwerkstatt in Plieningen-Birkach

Ein eigenes Fahrrad bedeutet ein kleines Stück Freiheit. Viele Menschen in Baden-Württemberg haben daher schon Räder an Asylsuchende gespendet. Damit die vielen Fahrradspenden auch wieder fahrtüchtig werden, betreibt der Freundeskreis Flüchtlinge Plieningen-Birkach eine kleine Fahrradwerkstatt auf dem Gelände der Flüchtlingsunterkunft „Im Wolfer“. Hier helfen Ehrenamtliche wie Thomas Plagemann den Geflüchteten ihr Fahrrad zu reparieren. Solche Projekte sind wichtig um Wissen rund um Fahrräder weiterzugeben und bieten ganz nebenbei einen Ort zum Treffen und Austauschen.

April 2016: Kirchheim unter Teck

Kirchheim unter Teck startet als neue RadKULTUR-Kommune in die Radsaison. Unter dem Motto„Auf den Sattel, fertig, los! – RadKULTUR in Kirchheim“ sollen die Bürgerinnen und Bürger von Kirchheim motiviert werden, in ihrem Alltag öfters aufs Rad umzusteigen. Die Initiative RadKULTUR wird in den kommenden Monaten mit Aktionen und Veranstaltungen das Fahrrad als alltägliches Verkehrsmittel in den Mittelpunkt stellen: beispielsweise mit einer RadSCHNITZELJAGD, kostenfreien RadCHECKS und einem MidnightRIDE.

März 2016: ADFC-Vorsitzende Dr. Gudrun Zühlke

Ein Beispiel für das Engagement von Gudrun Zühlke: Über 1000 Kilometer Radwege hat die ADFC-Vorsitzende im vergangenen Jahr abgeradelt und auf Qualität getestet  – in ihrer Freizeit und bei jedem Wetter. Sie hat es gerne getan, denn das „Landesradverkehrsnetz” war eine Idee, die sie als Vorsitzende des ADFC-Landesvorstands mit entwickelt und in die Politik getragen hat. Außerdem weiß Gudrun Zühlke, dass sie die hohe Glaubwürdigkeit, die sie in der politischen Diskussion hat, vor allem ihrer großen Kenntnis der lokalen Fahrradinfrastruktur verdankt. Sie radelt im Alltag, zum Einkaufen, mit Kindern, zur Arbeit und natürlich im Urlaub – am liebsten in Baden-Württemberg. Für ihr ehrenamtliches Engagement für den Radverkehr in Baden-Württemberg verlieh Verkehrsminister Winfried Hermann Gudrun Zühlke am 2. März 2016 die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Februar 2016: dasfahrradblog.blogspot.de

In ihrem Blog dasfahrradblog.blogspot.de beschreibt Christine Lehmann ihre Alltagserlebnisse als Fahrradfahrerin in der baden-württembergischen Landeshauptstadt – unterhaltsam und sehr nachvollziehbar. Sie lädt andere Radfahrer zu Diskussionen ein, regt Veränderungen an und zeigt jeden Tag aufs Neue, dass es möglich ist, in Stuttgart per Rad mobil zu sein. Die Jury des Deutschen Fahrradpreises hat sie nun für eine Auszeichnung in der Kategorie „Kommunikation” nominiert.

Januar 2016: Fahrradfreundliche Schulen

Schülerinnen und Schüler aufs Rad bringen: Elf Schulen in Baden-Württemberg haben sich hier im Jahr 2015 besonders hervorgetan. Sie wurden von Kultusminister Andreas Stoch als „Fahrradfreundliche Schule“ ausgezeichnet. Das Spektrum reicht von Grundschule und Gymnasium, über Gemeinschafts- und Gesamtschule bis zur Gewerbeschule. Alle möchten – ganz im Sinne des Landesbündnis ProRad – Schüler, Eltern und Mitarbeiter fürs Radfahren begeistern. Bewerbungen für 2016 können bis 23. Mai im Intranet des Kultusministeriums eingereicht werden.

Dezember 2015: AGFK-Nikolausaktion

Der Nikolaustag ist immer eine Gelegenheit, gute Taten zu belohnen. 20 AGFK-Kommunen tun dies rund um den 6. Dezember, in dem sie Schokoherzen mit AGFK-Logo an Radfahrerinnen und Radfahrer verteilen, die mit funktionierender Lichtanlage unterwegs sind. Aber auch für Radfahrer ohne Licht hat der AGKF-Nikolaus etwas dabei, nämlich Reparaturgutscheine und Ausrüstungsgegenstände für ein funktionsfähiges Rad. Die Nikolaus-Aktion ist Teil der „Tu’s aus Liebe“-Kampagne, die die AGFK-BW in diesem und im kommenden Jahr gemeinsam mit ihren Mitgliedskommunen zum Thema „Verkehrssicherheit“ umsetzt. Übrigens: Die AGFK-BW hat am 13. November ihr 5-jähriges Jubiläum gefeiert.

November 2015: Schulradler Filderstadt

16 Radpaten haben in Filderstadt die neuen Fünftklässler des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums in ihren ersten Schulwochen begleitet. Ziel der Aktion: Mehr Schülerinnen und Schüler dazu zu bewegen, mit dem Rad zur Schule zu kommen – und dies, bei größtmöglicher Sicherheit. Um sich als Radpaten zu qualifizieren, mussten die Zehntklässler sich aktiv bei der Stadt bewerben. Die 16 erwählten Kandidatinnen und Kandidaten mussten außerdem einen Erste-Hilfe-Kurs besuchen und sich von der Polizei in Theorie und Praxis schulen lassen. Dabei ging es vor allem darum, auf Problemsituationen vorbereitet zu sein und richtig reagieren zu können. Die Radpaten-Aktion in Filderstadt ist Teil des AGFK-Projekts SchulRadler, das in 8 Städten in Baden-Württemberg umgesetzt wird.

Oktober 2015: Fahrradstraße in Esslingen

Stolze 1,85 Kilometer misst die Hindenburgstraße in Esslingen. Damit ist sie eine der längsten Fahr- radstraßen in Deutschland. Seit der Einweihung am 26. September 2015 gelten hier neue Regeln: Radfahrer dürfen nun auch nebeneinander fahren, Autofahrer müssen besondere Rücksicht auf Radfahrer nehmen. Außerdem wurde die Straße zur Vorfahrtsstraße erklärt. Zusammen mit den neuen Schutzstreifen in Esslingen bildet die Fahrradstraße eine sichere Verbindungsachse zwischen den östlichen Stadtteilen und der Innenstadt. „Für die Radfahrer ist der Schutz- streifen Gold wert“, freut sich Ulrich Thäsler, Verkehrsplaner der Stadt Esslingen. Bis 2020 will die Stadt ihren Radverkehrsanteil auf 15 Prozent steigern.

September 2015: Schulterblick in Karlsruhe

Mit den Aktionen „Schulterblick” und „Tu's aus Liebe” hat die Stadt Karlsruhe einmal mehr bewiesen, dass ihr die Sicherheit von Fahrradfahrern wirklich am Herzen liegt. Zur Kampagne gehören Werbefilme, Aktionen an Hotspots auf der Straße und viele weitere Events.

August 2015: Boris Palmer, OB Tübingen

Das Wettrennen Rad gegen Auto im Rahmen der RadWETTE am 1. August hat er gewonnen. Alles andere wäre für Boris Palmer, Oberbürgermeister der als „Fahrradfreundlichen Kommune” ausgezeichneten Universitätsstadt Tübingen, undenkbar. Und auch einen weiteren Sieg konnte der zur „Fahrradfreundlichen Persönlichkeit 2015” gekürte OB kürzlich verbuchen: Das Bundesverkehrsministerium hat zugesagt, ein Verkehrsschild einzuführen, mit dem Radwege für E-Bikes freigegeben werden können. Dieses Zusatzschild hatte der E-Rad-fahrende OB seit langem gefordert – zuletzt in einem Gastkommentar in der ZEIT.

Juli 2015: Rudersberg

Shared Space? Tempo 30 auf einer Landes- und Durchfahrtsstraße? Als die Gemeinde Rudersberg 2009 ihr Konzept zur Ortsumgestaltung im Gemeinderat diskutierte, reagierten Presse und Öffentlichkeit im Rems-Murr-Kreis äußerst kritisch. Heute ist der Umbau gelungen. Rudersberg hat nicht nur die Zahl der durchfahrenden Lkw um ein gutes Drittel reduziert. Das Alltagsleben im 11.000 Einwohner-Ort hat sich verändert: Wo früher Schwerverkehr dominierte, kann man gemütlich einkaufen, Kaffeetrinken auf der Restaurant-Terrasse oder unbehindert Fahrradfahren. Damit in Zukunft noch mehr Menschen vom Auto aufs Rad umsteigen, hat sich Rudersberg nun der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg angeschlossen.

Juni 2015: Neue Mobilitätsstationen in Offenburg

Im Juni 2014 war die Stadt Offenburg mit ihrem innovativen Fahrradparkhaus am Bahnhof schon einmal Vorradler des Monats. Nun legt die Stadt mit einem weiteren Vorzeigeprojekt nach: Die Offenburger richten vier Mobilitätsstationen ein – an der Messe, am Kulturforum, am Technischen Rathaus und am Hauptbahnhof. An den Stationen können die Bürgerinnen und Bürger zukünftig Fahrräder, Pedelecs und Carsharing-Autos ausleihen. „Wir möchten den Anteil umweltfreundlicher Verkehrsmittel in Offenburg erhöhen, um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten”, sagt Matias Kassel, Leiter der Abteilung Verkehrsplanung der Stadt Offenburg. „Die Mobilitätsstationen sind ein wichtiger Baustein in unserem Konzept Mobilitätsmanagement.”

Mai 2015: Ev. Kirchentag in Stuttgart

Eine Großveranstaltung zu organisieren, ist eine logistische Herausforderung. Besucherinnen und Besucher, Essen, Getränke, Material ... keine einfache Aufgabe, die Verkehrsbelastung für Anwohner und Umwelt verträglich zu gestalten. Die Organisatoren des 35. Kirchentags in Stuttgart beweisen, dass nachhaltige Mobilität auf Großveranstaltungen möglich ist. Der Kirchentag – mit 100.000 erwarteten Gästen eines der ganz großen Events – setzt beim Transport von Mensch und Material aufs Fahrrad. Gäste können kostenlos Räder leihen, Verpflegung und Material transportieren Fahrradkuriere per Lastenrad. Für die Anreise sind Sonderzüge organisiert.

Newsletter abonnieren

Abo ändern/kündigen Hier klicken