Informationsportal zur Radverkehrsförderung

Informationsportal zur Radverkehrsförderung

Michael Obert, AGFK-BW Vorstandsvorsitzender

„Radverkehrsförderung ist eigentlich ganz
einfach – da kann jeder in fast jedem Bereich etwas beitragen.“

Radverkehrsförderung

ganz privat

Sie fahren gerne Fahrrad und haben den Eindruck, dass es in Ihrer Umgebung noch Verbesserungspotenzial für die Situation von Radfahrerinnen und Radfahrern gibt? Sie müssen nicht warten, bis andere etwas tun, sondern können auch selbst aktiv werden – nicht nur, indem Sie selbst noch konsequenter Ihre Alltags- und Freizeitwege per Rad zurücklegen. Sie können sich für die Radverkehrsförderung einsetzen, indem Sie:

  • mit konkreten Anliegen die Bezirksvertreterinnen und -vertreter der Parteien ansprechen
  • ein Straßenfest veranstalten, um mit der Nachbarschaft ins Gespräch zu kommen
  • Leserbriefe an die Lokalzeitung schreiben

In der Regel machen Aktionen mehr Spaß und haben bessere Erfolgschancen, wenn Sie sich mit anderen zusammentun.

  • Sie können sich einem Verband anschließen, der sich lokal für die Radverkehrsförderung einsetzt – zum Beispiel ADFC oder VCD.
  • Sie können zu einem aktuellen und klar umrissenen Problem eine Bürgerinitiative gründen.
  • Sie können beim Stadtradeln auch als Privatperson teilnehmen oder eine Gruppe gründen.

Weitere Möglichkeiten, den Radverkehr ganz persönlich zu fördern, sind:

sich am Arbeitsplatz für Dienstfahrräder oder mehr Fahrradstellplätze einsetzen

Wer täglich zur Arbeit radelt, braucht ein sicheres und strapazierfähiges Fahrrad. 2012 wurde das Dienstrad daher dem Dienstwagen steuerlich gleichgestellt. Arbeitgeber können seither Fahrräder steuerbegünstigt leasen und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Verfügung stellen. Diese dürfen mit dem Fahrrad nicht nur zur Arbeit fahren, sondern können es auch in der Freizeit nutzen.

Die Leasinggebühr für das Fahrrad wird direkt vom Bruttolohn des Arbeitnehmers abgezogen. Dadurch sinken dessen Steuern und Sozialabgaben. Nach Ende des Leasingzeitraums wird das Fahrrad dann Privateigentum des Arbeitnehmers. So kann dieser gerade bei hochwertigen Fahrrädern bis zu 40 Prozent der Anschaffungskosten sparen. Informationen für Arbeitnehmer, die sich ein Dienstfahrrad wünschen, hat die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen Baden-Württemberg (AGFK-BW) zusammengestellt.

bei Fahrraddemos mitfahren

Die Critical Mass ist eine besondere Form der Fahrraddemo bei der Radfahrerinnen und Radfahrer in großer Gruppe durch eine Stadt radeln. Mit der Aktion, die meist monatlich zu festen Terminen stattfindet, zeigen die Radfahrerinnen und Radfahrer, dass sie als Verkehrsteilnehmer keine zu vernachlässigende Minderheit sind. Sie setzen sich außerdem für eine fahrradfreundliche Infrastruktur und für die Gleichberechtigung des Radverkehrs in der Straßenverkehrsordnung (StVO) ein. Critical-Mass-Demos finden regelmäßig in vielen Städten in Baden-Württemberg statt – zum Beispiel in Stuttgart, Esslingen und Karlsruhe. Die meisten Demos haben Facebook-Seiten oder Blogs, auf denen die Organisatoren die Termine bekanntgeben. Teilweise sind die Touren auch im Veranstaltungskalender der RadKULTUR Baden-Württemberg zu finden.

Einen Fahrradblog für ihre Heimatstadt schreiben

In einem Blog können Privatpersonen, denen ein Thema wichtig ist, regelmäßig Meldungen, Fotos oder persönliche Anekdoten sammeln. Zum Thema Radverkehr kann man beispielsweise über neue Entwicklungen, persönliche Erlebnisse oder alltägliche Hindernisse in der eigenen Stadt berichten und diese kommentieren. Dabei kann man sich von etablierten Blogs inspirieren lassen. Zum Beispiel bei dem eher nachrichtlichen Blog Radfahren in Stuttgart oder den von Freitzeit- und Service-Themen geprägten Blogs radfahren-karlsruhe.de und schwarzwald-bike.de.

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