Informationsportal zur Radverkehrsförderung

Informationsportal zur Radverkehrsförderung

Viele Menschen haben sich für dieses Foto zu einem Fahrrad formiert.

Michael Obert, AGFK-BW Vorstandsvorsitzender

„Radverkehrsförderung ist eigentlich ganz
einfach – da kann jeder in fast jedem Bereich etwas beitragen.“

Mit Rad auf Tour

In der Freizeit und beim Sport erkennt man schneller Spaß und Vorteile des Radfahrens. Das lässt auch den Wechsel zum Rad als Alltagsverkehrsmittel leichter werden. Ob Radwandern, Mountainbike oder Rennradfahren: Baden-Württemberg bietet mit seiner Topographie, der abwechslungsreichen Natur und nicht zuletzt dem kulturellen und kulinarischen Angebot hervorragende Voraussetzungen für alle Radsport- und Tourismusformen. Hier sind auch Regionen ohne Tradition im Alltagsradfahren gefragt.

Radtourismus

Fahrradtourismus hat eine hohe wirtschaftliche Bedeutung im Tourismus in Deutschland. Radreisende und Tagesausflügler mit dem Rad generieren in Baden-Württemberg zur Zeit ca. 860 Mio Euro Nettowertschöpfung pro Jahr (Stand: 2015) und sichern damit 25.000 Arbeitsplätze. Zu Gute kommt das verstärkt sonst eher strukturschwächeren ländlichen Regionen. Dauerhaft soll sich Baden-Württemberg als das attraktivste Bundesland für Radreisen in Deutschland etablieren.

Rückgrat der touristischen Wegeinfrastruktur sind die zum RadNETZ gehörigen 19 offiziellen Landesradfernwege mit einer Gesamtlänge von etwa 4.500 km. Perspektivisch ist in der RadSTRATEGIE eine Klassifizierung der Landesradfernwege als ADFC-Qualitätsradroute bis 2020 vorgesehen. Aktuell sind bereits elf Radfernwege zertifiziert. Wichtige Ergänzung zum radtouristischen Angebot sind die regionalen touristischen Radrouten der Stadt-und Landkreise, der touristischen Destinationen wie z.B. die 400 km lange Route der „E-Bike-Region Stuttgart“ oder das touristische Wegenetz im Schwarzwald inkl. Mountainbike-Routen.

Aber auch eine Verbesserung der Infrastruktur jenseits der Wege wird in der RadSTRATEGIE angestrebt. Dazu gehören etwa Abstellmöglichkeiten für Rad und Gepäck, Rastplätze, Informationstafeln, Toiletten und Ladeinfrastruktur für Pedelecs. Auch die Möglichkeit der Fahrradmitnahme in öffentlichen Verkehrsmitteln ist ein wichtiges Kriterium für attraktive radtouristische Regionen.

Neben dem Ausbau und Zertifizierung baulicher Maßnahmen ist das Marketing im Tourismus essentiell. Auf Landesebene die Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW) ein wichtiger Akteur. Sie präsentiert für das Radreiseland Baden-Württemberg unter der Marke „RadSÜDEN“ eine Informationsbroschüre sowie eine umfassende Internetpräsenz. Das VM stellt zur Routenplanung in Alltag und Freizeit den kostenlosen Radroutenplaner zur Verfügung, der auch im Rahmen der RadSTRATEGIE weiterentwickelt wird. Die regionale Vermarktung der touristischen Teilregionen liegt in der Hand der regionalen Tourismusorganisationen. Diese sind ein wichtiger Partner der TMBW und stellen die Brücke zu den lokalen Akteuren bis zu den Beherbergungsbetrieben her. Die RadSTRATEGIE sieht weiterhin ein koordiniertes und aufeinander abgestimmtes Marketing vor, die bessere Vernetzung der Akteure sowie die Zusammenarbeit auf unterschiedlichen Ebenen fördert.

Radsport und Freizeit

Radsport ist eine wichtige Säule der Radverkehrsförderung. Von Straßenrennsport über Mountainbiking bis BMX sind die Möglichkeiten so vielfältig wie das Land. Verbände sind als Multiplikatoren und Interessensvertretung gerade für die junge Zielgruppe entscheidender Akteur in der Radverkehrsförderung und wichtiger Sympathieträger. Kooperationen mit Verbänden wie dem Württembergischen Radsportverband e. V. (WRSV) und dem Badischen Radsportverband e. V. sowie der ARGE Radsport Baden-Württemberg als Kompetenzträgerin sollen daher noch stärker ausgebaut werden. Ziel ist auch die Profilierung Baden-Württembergs als Mountainbike-Destination.

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