Informationsportal zur Radverkehrsförderung

Informationsportal zur Radverkehrsförderung

Verkehrsminister Winfried Hermann und der Karlsruher Bürgermeister Michael Obert enthüllen anlässlich des Draistags eine Fahrradzählsäule.

Winfried Hermann MdL, Verkehrsminister:

„Mittelfristig wollen wir den Anteil des Radverkehrs an den zurückgelegten Wegen auf 20 % verdoppeln.”

Verkehrssicherheit

Eine wichtige Komponente der Radverkehrsförderung ist die Sicherheit. Nur wenn sich Radfahrerinnen und Radfahrer auf ihren Alltagswegen sicher und ausreichend berücksichtigt fühlen, steigen sie morgens lieber aufs Rad als ins Auto.

Die Landesregierung in Baden-Württemberg hat sich eine signifikante Verringerung der Unfallzahlen für alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer zum Ziel gesetzt. Mit der „Vision Zero” verfolgt die Landesregierung einen ganzheitlichen Verkehrssicherheitsansatz, der nicht nur auf Mobilitätserziehung setzt, sondern ein breitangelegtes Maßnahmenspektrum umfasst – von einer sicheren Infrastruktur über technische Schutzmaßnahmen bis zur Kommunikation.

Im Radverkehr greifen hier mehrere Maßnahmen ineinander:

Verkehrssicherheitskonzept Baden-Württemberg

Vorsicht, Rücksicht, Fairness

Ein kleines Dorf starb 2012 auf Baden-Württembergs Straßen: Mehr als 470 Menschen kamen letztes Jahr bei Verkehrsunfällen ums Leben. Das soll sich ändern – deshalb haben das Innenministerium und das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur ein neues Verkehrssicherheitskonzept fürs Land vorgestellt – bis 2020 sollen 40 Prozent weniger Menschen im Straßenverkehr sterben als 2010. Auch Radfahrer sollen sicherer unterwegs sein. 

Verkehrsminister Winfried Hermann hat mit dem neuen Verkehrssicherheitskonzept des Landes Baden-Württemberg den Schwerpunkt auf Prävention, Aufklärung und Kommunikation gesetzt, um zu einer „Fahrkultur der Fairness“ zu kommen. „Mehr Sicherheit entsteht vor allem im Kopf jedes einzelnen Verkehrsteilnehmers“, so Hermann.

Im Bereich Radverkehr bedeutet das unter anderem: das Schaffen einer sicheren Infrastruktur, Kommunikation für ein rücksichtsvolleres Miteinander im Verkehr, eine konsequente Mobilitätserziehung in Kindergärten und Schulen in allen Jahrgangsstufen, Aktionen wie Verkehrssicherheitstage und die Unterstützung der Kindergärten und Schulen bei der Erstellung von sogenannten Radschulwegplänen – also Stadtplänen, die Kindern die sichersten Wege per Rad weisen.

Verkehrssicherheitsaktion „Gib acht im Verkehr”

Arbeitsmaterial für alle Altersgruppen

„Gib acht im Verkehr” ist eine Initiative des Innenministeriums Baden-Württemberg. Das zur Initiative gehörige Portal gibt Hintergrundinformationen zum Thema Verkehrssicherheit und hält eine Fülle von Materialien und Medien für alle Altersstufen bereit. Es informiert außerdem über Aktionen und Veranstaltungen zum Thema Verkehrsunfallprävention.

Hier geht es zur Website der Initiative „Gib acht im Verkehr”.

Erlass Sicherer Schulweg

Mehr Sicherheit für Schülerinnen und Schüler auf ihren täglichen Wegen

Alle gemeinsam für mehr Sicherheit auf den Schulwegen: Jedes Jahr gibt das Innenministerium in Baden-Württemberg einen Erlass zur Aktion „Sicherer Schulweg" heraus. Ziel ist es, alle Initiativen der Landesregierung zu koordinieren, Synergien zu nutzen und neueste Erkenntnisse und Ansätze mit in die Verkehrssicherheitsarbeit in der Fläche einfließen zu lassen.

Der Erlass bietet eine echte Unterstützung für die praktische Arbeit vor Ort. Er enthält viele Anregungen, Empfehlungen und Hinweise zur konkreten Umsetzung von Verkehrssicherheitsmaßnahmen in und um Schulen und Bildungseinrichtungen.

Wichtige Beispiele für im Erlass empfohlene Projekte sind das Projekt "Die SchulRadler" der AGFK-BW, die Fahrradhelm-Kampagne "Schütze dein Bestes" (siehe unten) oder die Initiative „Schüler-FAIR-kehr" zur Aus- und Fortbildung von Schülerlotsen. 

Ein weiteres zentrales Anliegen, das Bestandteil des Erlasses zur Aktion „Sicherer Schulweg" ist, sind die Schulwegpläne. Dabei werden alle Grundschulen dazu aufgerufen, detaillierte Pläne für sichere Fußwege (Grundschulwegpläne) zu erstellen. Alle weiterführenden Schulen sollen Radschulwegpläne für sichere Radverkehrsverbindungen zwischen den Wohnorten der Schülerinnen und Schülern und der Schule erstellen.

Um die Schulen mit dieser Anforderung nicht allein zu lassen, hat das Land Baden-Württemberg das Pilotprojekt „Radschulwegplan" ins Leben gerufen. Im Rahmen des aktuellen Pilotprojekts werden die entsprechenden Instrumente mit Unterstützung von rund 15 AGFK-Kommunen und über 40 Schulen erprobt und weiterentwickelt. Nach Abschluss der Pilotphase stellte das Land Baden-Württemberg allen Schulen in Baden-Württemberg die Technik zur Erstellung von Radschulwegplänen zur Verfügung. 

Wer den vollständigen Text des Erlasses zur Aktion „Sicherer Schulweg" lesen möchte, kann den Erlass hier herunterladen. Der Hinweis zur Umsetzung des Erlasses steht hier ebenfalls als Download bereit.

Wer sich einen Überblick über alle Publikationen des Landes Baden-Württemberg zum Thema Verkehrssicherheit verschaffen oder Broschüren direkt bestellen möchte, findet hier das komplette Medienverzeichnis.

Kampagne „Schütze dein Bestes”

Kampagne der Verkehrsprävention in Baden-Württemberg

Mit der Kampagne „Schütze dein Bestes” macht das Innenministerium Baden-Württemberg aufmerksam auf die Verletzlichkeit des menschlichen Gehirns. Ziel der Kampagne ist es, Kinder und Jugendliche zum Helmtragen beim Radfahren zu motivieren und sie über mögliche Folgen von Kopfverletzungen zu informieren.

Auf der Projekt-Website gibt es Daten, Fakten, den Infofilm und Unterrichtsmaterialien zum Thema.

Hier gehts zur Kampagnen-Website „Schütze dein Bestes”.

Hier gibt es den Kampagnen-Film auf Youtube.

Newsletter abonnieren

Abo ändern/kündigen Hier klicken

Downloads

Begleitforschung

Titel Endbericht Begleitforschung zur Initiative RadKULTUR Baden-Württemberg

In einer ausführlichen Studie hat das Wuppertal-Institut die Wirkung der Initiative RadKULTUR untersucht. (Download, 3,6 MB). Hier geht es zur Kurzfassung.