Informationsportal zur Radverkehrsförderung

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Verkehrsminister Winfried Hermann und der Karlsruher Bürgermeister Michael Obert enthüllen anlässlich des Draistags eine Fahrradzählsäule.

Winfried Hermann MdL, Verkehrsminister:

„Mittelfristig wollen wir den Anteil des Radverkehrs an den zurückgelegten Wegen auf 20 % verdoppeln.”

Fahrradparken

Das Land Baden-Württemberg möchte den Radverkehrsanteil im Land bis 2020 auf 16 Prozent verdoppeln. Wichtige Voraussetzung für die Nutzung des Fahrrads ist die Möglichkeit, das Rad zuhause, bei der Arbeit, beim Einkaufen oder am Bahnhof einfach, schnell, wettergeschützt und sicher abzustellen. Hier sind Architekten, Wohnungsbaugesellschaften, Bauherren und Planer gefragt, das Fahrrad bei der Planung von Anfang an mitzudenken. Die neue Landesbauordnung für Baden-Württemberg unterstützt das.

Was Architekten tun können

Großzügige Abstellanlagen vor und in den Gebäuden, autofreie Wege und barrierefreie Zugänge, kostenloser Lastenrad- oder E-Bike-Verleih, Ladestationen für E-Räder und gemeinsame Radtouren für Bewohnerinnen und Bewohner: Bei der Konzeption und beim Betreiben von Wohnanlagen gibt es viele Möglichkeiten, den Radverkehr zu stärken. Wie Wohnungsbaugesellschaften sich fürs Rad stark machen können, zeigen beispielsweise die Preisträger des B.A.U.M.-Wettbewerbs „Fahrradfreundliche Wohnungswirtschaft”.

Ein ganz besonderes Beispiel: die Bike-Appartements in der Wohnanlage der MIB AG, Berlin, Turmstraße. Hier können die Bewohnerinnen und Bewohner ihre Fahrräder im ehemaligen Transportaufzug des umgebauten Warenhauses mit auf die Etage nehmen und in der eigenen Wohnung abstellen. Dafür hat der Aufzug eine Schmutzschleuse und jedes Appartement einen kleinen Fahrradabstellraum. Alle Flure sind breit genug für das Handling der Räder.

Fahrradparken am Bahnhof

Gutes Beispiel Offenburg: Die Stadt begegnete dem großen Stellplatzbedarf für Fahrräder rund um den Bahnhof mit einem innovativen und servicestarken Angebot. Sie lies ein Fahrradparkhaus entwickeln.

Noch einen Schritt weiter gehen Radstationen, die – ähnlich wie das Offenburger Parkhaus – an zentralen Verkehrsknotenpunkten angesiedelt werden, um das Umsteigen von Bus oder Bahn aufs Rad zu vereinfachen. Neben den Möglichkeiten, das Fahrrad sicher zu parken oder ein Rad zu leihen, bieten Radstationen Reparaturservice oder das Angebot zur Gepäckaufbewahrung. Vorreiter beim Einrichten von Radstationen war das Land NRW, das über ein besonderes Förderprogramm viele Jahre lang die Schaffung neuer Radstationen an Bahnhöfen unterstützte.

Ein besonders gelungenes Beispiel in Baden-Württemberg: die Radstation am Bahnhof in Ludwigsburg

Informationen zu Fahrradabstellmöglichkeiten für alle Bahnhöfe in Baden-Württemberg gibt die von der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg entwickelte Stationsdatenbank.

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Mehr Informationen

Wettergeschützte Fahrradstellplätze, Rad- statt Autostellplätze: Was die neue LBO für die Radverkehrsförderung bringt.

Regelwerke

Hier gibt es einen Überblick über die gültigen Regelwerke rund ums Fahrradparken: von der Richtlinie des Landes Baden-Württemberg bis zur Empfehlung der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV).

Heidelberg und München

Das Stadtplanungsamt München hat in einer Broschüre Tipps für Fahrradabstellanlagen in Wohngebieten zusammengestellt. Die Stadt Heidelberg gibt Empfehlungen zum Fahrradparken für Investoren im nachhaltigen Wohngebiet Bahnstadt.

Wohin mit Velo und Bike?

Blick über die Grenze: Vorgaben und Beispiele zum Fahrradparken vom Schweizer Bundesamt für Straßenbau und vom Cambridge City Council in Großbritannien.