Radverkehrsförderung „im System“

Radverkehrsförderung ist mehr als Radwegebau. Ebenso wie der Öffentliche Personennahverkehr und der Autoverkehr ist auch der Radverkehr ein höchst komplexes System. Um die Potenziale des Radverkehrs stärker zu aktivieren, müssen gleichermaßen sowohl „harte Maßnahmen“ (v. a. Radverkehrsanlagen, Abstellanlagen, Wegweisung) wie auch „weiche Maßnahmen“ (v. a. Dienstleistungen, Kommunikation und Information) umgesetzt werden. Die Landesregierung Baden-Württemberg ist sich dessen bewusst und fördert daher den Radverkehr als System.

 

Bildquelle: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Wohnungswesen; Nationaler Radverkehrsplan 2002-2012
 

So investiert das Land in hohem Maße in die Radverkehrsinfrastruktur. Neben dem Bau von Radwegen an Landes- und Bundesstraßen fördert das Land vor allem auch den kommunalen Radwegebau nach der Verwaltungsvorschrift zum Entflechtungsgesetz. Zusammengenommen sind das durchschnittlich rund 25 Millionen Euro pro Jahr für den Radwegebau. Trotz der angespannten Haushaltssituation werden auch in den kommenden Jahren die Investitionen auf diesem hohen Niveau fortgeführt und dadurch die Radverkehrsinfrastruktur kontinuierlich verbessert.

Neben der Veröffentlichung verschiedener Broschüren (siehe Downloadbereich) werden die „weichen Maßnahmen“ der Radverkehrsförderung durch das gesamte Fahrradmanagement Baden-Württemberg in Zukunft noch stärker angegangen. Insbesondere durch das Landesbündnis ProRad und die Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg werden künftig verschiedene Maßnahmen im Dienstleistungsbereich, sowie in den Bereichen Information, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit angestoßen und umgesetzt.

Radverkehrsförderung sollte auch nie separat betrachtet werden, sondern stets integriert mit anderen Verkehrsträgern – insbesondere mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Durch ein Sonderprogramm zur Förderung von Bike & Ride-Anlagen konnte die Verknüpfung von Radverkehr und ÖPNV an der Schnittstelle beider Verkehrsträger bereits wesentlich verbessert werden. Mit seiner befristeten Förderung der kostenlosen Fahrradmitnahme im ÖPNV hat das Land außerdem erreicht, dass sich die weit überwiegende Zahl der Verkehrsverbünde zu einer kostenlosen Fahrradmitnahme bereit erklärt hat. Die bewusste Ansiedelung der Geschäftsstelle Umweltverbund bei der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg mbH soll die Integration beider Verkehrsträger des Umweltverbundes weiter stärken.

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