VDV veröffentlicht Empfehlungen von Fahrradverleihsystemen
Unter dem Titel "Position des VDV zu Fahrradverleihsystemen" (VDV-Mitteilung 10012) hat der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen zu öffentlichen Fahrradverleihsystemen Stellung bezogen. So stellen Fahrradverleihsysteme eine weitere Facette im Umweltverbund dar und werden mengenmäßig zunächst keine wesentlichen Veränderungen im Verkehrsgeschehen verursachen. Ihre Wirkungen auf das Kundenverhalten und deren Konsequenzen sollten laut VDV jedoch genau erforscht werden.
Spätestens der im Frühjahr 2009 initiierte Modellversuch des Bundesverkehrsministeriums hat die öffentlichen Fahrradverleihsysteme ins Bewusstsein von Bürgern, Medien und Politik gerückt.
Auf die Forderung, auch ein Fahrradverleihsystem in der eigenen Kommune zu besitzen, folgt leicht die Forderung, es mit dem ÖPNV zu verknüpfen sowie die entstehenden Kosten ebenfalls dem ÖPNV zuzuschlagen.
Vor diesem Hintergrund hat eine Arbeitsgruppe - gebildet vom Unterausschuss "Planung" des VDV-Strategieausschusses sowie vom Ausschuss für Marketing und Kommunikation (AMK) - eine Positionierung des VDV formuliert. Diese wurde mit beiden Gremien sowie mit dem Strategieausschuss einvernehmlich abgestimmt.
Der VDV begrüßt den Versuch mit öffentlichen Fahrradverleihsystemen als weitere Facette im Umweltverbund, die das klimaschonende Mobilitätsangebot erweitere. Aus quantitativer Sicht erwartet der Verband keine gravierenden Veränderungen der Fahrtenzahlen, gleichwohl könnten öffentliche Leihfahrräder das Kundenverhalten im Detail verändern.
Der VDV verlangt daher nachdrücklich, dass die Wirkungen der BMVBS-geförderten Modellprojekte gewissenhaft untersucht werden und formuliert den Forschungsbedarf. Schließlich gibt der VDV erste Empfehlungen zur Einbettung von Fahrradverleihsystemen in den Umweltverbund.
Bislang ist die (unveränderte) Entwurfsfassung vom 17.3.2010 ist auf der VDV-Homepage zum Download verfügbar: www.vdv.de/medienservice/stellungnahmen_entry.html?nd_ref=6063.


