Tanja Gönner weiht Fahrradstation ein
Im Beisein von Umwelt- und Verkehrsministerin Tanja Gönner wurde am 16. März 2010 am Westportal des Bahnhofs in Ludwigsburg die landesweit erste vom ADFC-zertifizierte Fahrradstation eingeweiht. "Mit der Fahrradstation entsteht eine ideale Kombination zu Bahn- und Busverkehren", erklärte die Ministerin. Das hohe und nach aktuellen Prognosen in den kommenden Jahren wei-ter steigende Autoverkehrsaufkommen belaste vielerorts die Umwelt und beeinträchtige die Lebensqualität der Menschen, mahnte Gönner. "Der Individualverkehr mit dem Auto stößt an Grenzen. Dabei ist das Fahrrad vor allem in innerörtlichen Bereichen und bei kurzen Entfernungen dem Auto häufig überlegen und auch das schnellere Verkehrsmittel."
Über die Hälfte aller im Land zurückgelegten Wegstrecken würden unter einer Distanz von fünf Kilometern liegen, erläuterte Gönner. "Allein diese Kennzahl verdeutlicht die großen Potenziale des Radverkehrs." Durch eine noch bessere Verknüpfung der unterschiedlichen Verkehrsmittel könne der weitere Ausbau des Radverkehrs vorangebracht werden, zeigte sich Gönner überzeugt. So könne die Attraktivität des Radverkehrs durch eine verbesserte Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel weiter erhöht werden. "Der Ausbau des Radverkehrs leistet einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Mobilität", so die Ministerin.
Der im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes eingerichtete 'Runde Tisch Radverkehr' und das als Ergebnis seiner Arbeit auf Landesebene gegründete Landesbündnis ProRad hätten wertvolle Empfehlungen und Vorschläge zum Stärkung des Radverkehrs erarbeitet. Experten und Verbände hätten sich dabei eingebracht und würden dies auch künftig tun. "Wir sind damit auf einem guten Weg, das Fahrradklima in Baden-Württemberg noch weiter zu verbessern. Wir brauchen bei diesem Thema aktive und engagierte Mitstreiter", so Gönner. Die in den vergangenen Jahren in zahlreichen Landkreisen, Städten und Gemeinden entwickelten Konzepte zur Stärkung des öffentlichen Verkehrs und des Radverkehrs müssten in Zukunft weiter Schule machen, verdeutlichte die Ministerin. Kostenfreie Angebote zur Fahrradmitnahme im öffentlichen Nahverkehr fänden großen Anklang. "Städte und Gemeinden werden vom motorisierten Individualverkehr entlastet. Gleichzeitig bietet das Fahrrad im touristischen Bereich interessante Alternativen. Die Vielzahl der Ansätze zur Radverkehrsförderung in Baden-Württemberg wird es uns ermöglichen, gemeinsam unser ehrgeiziges Ziel zu erreichen."


