Staatssekretär Köberle beim Cities for Mobility-Weltkongress
15.06.2009 „Dass sich Städte, Unternehmen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen und Nichtregierungsorganisationen aus fast allen Teilen der Welt zu einem Netzwerk für urbane Verkehrsfragen zusammenschließen, ist beispielhaft und zukunftsweisend. Nur gemeinsam können wir Wege für die Herausforderungen einer zukunftsfähigen, ökologisch und ökonomisch ausgerichteten Mobilität in unseren Städten finden.“ Das sagte Verkehrsstaatssekretär Rudolf Köberle am Montag, 15. Juni 2009, beim Cities for Mobility-Weltkongress in Stuttgart.
Das Motto der Veranstaltung „Sozialverträgliche Mobilität - Mobilität für alle“ könne auch das Leitmotiv verantwortungsbewusster Verkehrspolitik sein. Mobilität sei ein gesellschaftliches Grundbedürfnis und wesentliche Voraussetzung für Beschäftigung und Wohlstand. Mobilität präge die individuelle Wohn- und Lebensqualität und damit die persönliche und freiheitliche Lebensgestaltung.
Auch in Baden-Württemberg nehme die Mobilität immer weiter zu. Prognosen würden für das Land in den nächsten Jahren einen weiter steigenden Güter- und Personenverkehr sehen. Den Verkehr ökologisch und sozialverträglich sowie finanzierbar zu gestalten, seien die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen. Intelligente Verkehrssteuerung, enge Verzahnung von Siedlungs- und Verkehrsplanung, kurze Wege zwischen Wohnung und Arbeit seien Beispiele für Lösungsansätze in einer immer komplexer werdenden Verkehrswelt. Dazu brauche es eine vorausschauende Verkehrspolitik. Zur Zeit schreibe das Land den Generalverkehrsplan Baden-Württemberg aus dem Jahr 1995 unter dem Leitmotiv „Nachhaltige Verkehrsentwicklung - Mobilität sichern“ fort. „Wir wollen den Benzinverbrauch und die Abgase weiter verringern. Deswegen müssen wir den sogenannten Umweltverbund aus Fußgänger-, Fahrrad- und öffentlichem Verkehr stärker fördern. Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) und der nichtmotorisierte Verkehr wird unter ökologischen und sozialen Aspekten immer wichtiger“, betonte Köberle. Ein breitgefächerter ÖPNV mit einem attraktiven Angebot sei für die Mobilität unverzichtbar. Das Land wisse das und gebe hohe Summen - durchschnittlich rund 1,3 Milliarden Euro für den ÖPNV aus.
Der Radverkehr sei bei allen positiven Trends weiter ausbaufähig. Die Landesregierung setze alles daran, den Radverkehr voranzubringen. „Wir wollen ein noch fahrradfreundlicheres Mobilitätsklima schaffen und die Verkehrssicherheit der Radfahrer deutlich verbessern“, so der Staatssekretär. Um das zu erreichen, sei bereits 2006 ein „Runder Tisch Radverkehr Baden-Württemberg“ einberufen worden. Vertreter der Verwaltung, Verbände, Vereine, Verkehrsgesellschaften, die Wirtschaft, die Wissenschaft und die kommunalen Landesverbände hätten dort gemeinsam Handlungsempfehlungen zur Optimierung des Radverkehrs in Baden-Württemberg erarbeitet, die nun Zug um Zug geprüft und umgesetzt würden. Mit dem Aufbau eines integrierten und systematischen Fahrradmanagements in Baden-Württemberg oder dem vor kurzem gegründeten Landesbündnis ProRad seien die ersten markanten Schritte getan.


