25.01.2012
Schweiz: Veloverkehr im Einflussbereich von Hochleistungsstraßen - Empfehlungen zu Planung, Realisierung und Betrieb
Quelle: http://www.nationaler-radverkehrsplan.de/
Die Publikation wurde innerhalb eines Pilotprojekts verfasst, das als Grundlage zur Herausgabe eines umfassenden "Handbuchs Veloinfrastruktur" dient. Herausgeberin der Broschüre, die von namhaften Radverkehrsexperten verfasst wurde, ist die Velokonferenz Schweiz, die Fachliche Begleitung übernahm das Bundesamt für Strassen (ASTRA).
Einleitung
Der Langsamverkehr (LV) weist erhebliche, derzeit noch ungenutzte Potenziale auf. Er kann zur Verbesserung des Verkehrssystems, zur Entlastung der Umwelt (Luft, Lärm, CO2) und zur Förderung der Gesundheit beitragen. Zudem stärkt er den sanften Tourismus und führt zu Einsparungen bei den öffentlichen und privaten Ausgaben für die Mobilität. Die schweizerische Verkehrspolitik strebt deshalb eine Erhöhung des Langsamverkehrsanteils an. Der LV soll sich neben dem motorisierten Individualverkehr und dem öffentlichen Verkehr zu einem gleichberechtigten dritten Pfeiler der Personenmobilität entwickeln.
Mit attraktiven, sicheren und zusammenhängenden Wegnetzen können wichtige Voraussetzungen für die vermehrte Nutzung des Velos geschaffen werden. Netzlücken und Verkehrsanlagen mit Defiziten in Komfort und Sicherheit hingegen vermindern die Attraktivität des Verkehrsmittels Velo. Flüsse, Bahnlinien und Autobahnen unterbrechen das Veloroutennetz ebenso wie Straßen mit großer Verkehrsbelastung und hoher Geschwindigkeit der Motorfahrzeuge.
Anschlussbereiche von Hochleistungsstraßen weisen meist hohe Verkehrsbelastungen und Geschwindigkeiten auf. Zudem treffen hier Verkehrsarten mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Bedürfnissen aufeinander. Die Planung und der Betrieb dieser Bereiche ist besonders anspruchsvoll, denn es gilt, die sichere und komfortable Führung des Veloverkehrs ebenso zu beachten wie die Verkehrsmenge des motorisierten und die Ansprüche des öffentlichen Verkehrs.
Diese Publikation zeigt, wie der Veloverkehr in den Anschlussbereichen zu Straßen mit ausschließlich Motorfahrzeugverkehr zu berücksichtigen und worauf bei deren Planung zu achten ist.
Worum geht es?
In Anschlussbereichen von Straßen, die ausschließlich dem Motorfahrzeugverkehr vorbehalten sind - meistens sind dies Hochleistungsstraßen - treffen Verkehrsarten mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Bedürfnissen aufeinander. Die Planung und der Betrieb dieser Bereiche ist anspruchsvoll, denn es gilt, die sichere und komfortable Führung des Veloverkehrs ebenso zu beachten wie die Verkehrsmenge des motorisierten und die Ansprüche des öffentlichen Verkehrs. Der Veloverkehr ist bereits in die Planung von Anschlüssen zu integrieren, weil im Nachhinein die Behebung von Mängeln häufig mit hohen Kosten verbunden oder nur unbefriedigend möglich ist.
Diese Publikation soll Hilfestellung bei der Planung neuer und der Sanierung bestehender Anschlussbereiche bieten. Verbesserungen für den Veloverkehr werden idealerweise mit baulichen Unterhaltsarbeiten kombiniert.
Quelle: Handbuch "Veloverkehr im Einflussbereich von Hochleistungsstrassen (HLS) - Empfehlungen zu Planung, Realisierung und Betrieb"
Herausgeberin: Velokonferenz Schweiz / Rechbergerstrasse 1, Postfach 938, 2501 Biel/Bienne / www.velokonferenz.ch / Dezember 2011 / 45 Seiten
Download: Handbuch Veloverkehr HLS D (pdf, 5.9MB)


