"Mit dem Rad zur Arbeit" startet ins Jahr 2010

Jetzt gehts wieder los: Der landesweite Aktionstag zur diesjährigen Kampagne "Mit dem Rad zur Arbeit" findet am 19. Mai 2010 in Karlsruhe statt.

Mehr als 300.000 Baden-Württemberger im Lande nutzen laut Statistik ihr Fahrrad, um damit zur Arbeit zu kommen. Um noch mehr Menschen für den Umstieg aufs Rad zu motivieren, startet deshalb am 01. Juni unter der Schirmherrschaft von Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz wieder die Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit". Die jährliche Gemeinschaftsaktion wird zum sechsten Mal von der AOK Baden-Württemberg, dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) und den Radsportverbänden in Baden-Württemberg ausgerichtet. Als Auftaktverstaltung fand am Mittwoch (19.05.2010) in Karlsruhe auf dem Marktplatz ein großes Fahrrad-Event statt.

Für Sozialministerin Stolz geht es bei der Aktion nicht nur um die Schonung der Umwelt. „In Deutschland sind 66 Prozent der Männer und 51 Prozent der Frauen im Alter zwischen 18 und 80 Jahren übergewichtig. Wir müssen hier gegensteuern, sonst gibt es bald eine übergewichtige und kranke Gesellschaft.“ Übergewicht könne Folgeerkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder orthopädische und psychosoziale Erkrankungen nach sich ziehen. „Allerdings“, so Stolz, „kann man Bewegung und Aktivität nicht einfach verschreiben, man muss dazu motivieren.“

Mehr Menschen müssen zum Umstieg aufs Rad motiviert werden
„Menschen zu mehr Bewegung zu motivieren ist ein Hauptanliegen der AOK Baden-Württemberg“, erklärt dazu Dr. Rolf Hoberg, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg. Das Fahrrad habe zwar bereits seinen festen Platz als Freizeit- und Sportgerät. „Als Verkehrsmittel für den Weg zur Arbeit müssen wir es aber noch stärker ins Bewusstsein rücken.“ Einen Weg dazu sieht Hoberg in der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“, die mithelfen soll, die Gesundheit im Lande zu verbessern!
„Schon 30 Minuten tägliches Radfahren," so Hoberg, "fördert die Gesundheit, weil es Herz und Kreislauf stärkt, sich positiv auf den Fettstoffwechsel auswirkt und die Ausdauer verbessert.“

Die ADFC-Landesvorsitzende Dr. Gudrun Zühlke wünscht sich und allen motivierten Radfahrern bessere Strukturen: "Wenn motivierte Radfahrer an ihrer Arbeitsstätte Fahrradabstellplätze und Duschen vorfinden macht das Radfahren zur Arbeit noch mal so viel Spaß!" Der ADFC setzt sich deshalb seit Jahren dafür ein, Betriebe fahrradfreundlicher zu machen und berät interessierte Firmen. „Dabei sind nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch die Firmen die Gewinner," so Zühlke, "gesunde und fitte Mitarbeiter verfügen über mehr Leistungsbereitschaft, Motivation und Dynamik und sorgen für einen geringeren Krankenstand.“

Der ADFC hilft Rad-Aufsteigern bei Bedarf auch mit einer Streckenberatung: Wer seine optimale Radstrecke zur Arbeit noch nicht kennt, dem hilft der ADFC weiter. Mit der ADFC-Streckenberatung für Radfahrer bekommen Interessierte individuell ihre Strecke vom Wohnort zur Arbeit ausgearbeitet und auf einer 1:50.000-Karte eingezeichnet. Zusätzlich gibt es nützliche Tipps für den Fahrrad-Alltag.

Günter Riemer, der Präsident des Württembergischen Radsportverbandes, führt für die Aktion ein typisch schwäbisches Argument ins Feld: Wer radelt, spart Sprit, sprich, zahlt nichts. Und der Umwelt bleiben Abgase und Feinstaub erspart, die auf Kurzstrecken besonders stark ausgestoßen werden: „Strecken bis zu zehn Kilometer zwischen Wohnung und Arbeitsstätte sind ideal“, sagt Riemer.

Die Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit" findet in der Zeit vom 1. Juni bis 31. August in ganz Deutschland statt. Jeder, der sein Fahrrad im Aktionszeitraum an mindestens 20 Tagen für den Weg zur Arbeit nutzt, kann mitmachen. Hoberg: "Den Aktionskalender gibt es bei der AOK oder im Internet." Damit könne jeder Teilnehmer seine Fahrten zur Arbeit tagesgenau eintragen und dazu noch mit etwas Glück einen der vielen Einzel- oder Teampreise gewinnen. Erstmals gibt es unter www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de auch einen CO²-Rechner. So kann man ganz leicht berechnen, wie viel CO² gespart wird, wenn man mit dem Rad statt dem Auto zur Arbeit fährt.

 
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