16.05.2012

Mehr Rücksicht - neue Kampagne startet in Freiburg

Quelle: Stadt Freiburg im Breisgau - Freiburg nimmt Rücksicht
(http://www.freiburg-nimmt-rücksicht.de/)

Quelle: Stadt Freiburg, Garten- und Tiefbauamt

Berlin und Freiburg sind Pilotstädte: Christophorus, Schutzpatron der Reisenden, wirbt für mehr Vor- und Rücksicht im Straßenverkehr

Heute startet die neue Kampagne zu mehr Rücksicht in Freiburg. Sichtbar ist sie auch für viele Freiburgerinnen und Freiburger, denn pünktlich auf den Tag sind jetzt die neuen Plakate in ganz Freiburg auf vielen Litfass-Säulen angebracht. Die Rücksicht-Kampagne richtet sich an alle Verkehrsteilnehmerinnen und -verkehrsteilnehmer mit besonderem Fokus auf die vielen Freiburger Radfahrer. Berlin und Freiburg sind die beiden Pilotstädte dieser Aktion, die als Dachkampagne entwickelt wurde und die später bundesweit
von weiteren Kommunen übernommen werden kann.

Die Kampagne wird vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) und der Unfallforschung der Versicherer (UDV) unterstützt und auch maßgeblich finanziert. Sie ist auf zwei Jahre angelegt und wird wissenschaftlich begleitet. Das BMVBS fördert die Kampagne mit 350.000 Euro im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans. Für die Kampagne konnten die Badische Zeitung, der Sonntag und die Wall AG als Medienpartner gewonnen werden.

Für die Bundesregierung ist es ein wichtiges Ziel, die Verkehrssicherheit weiter zu erhöhen. Der Parlamentarische Staatssekretär im BMVBS, Jan Mücke: „Wir wollen weitere Verbesserungen bei der Verkehrssicherheit hin zu einem Miteinander statt Gegeneinander im Straßenverkehr erreichen. Mehr Rücksicht aller Verkehrsteilnehmer aufeinander ist hierfür ein maßgeblicher Baustein. Ein rücksichtsvolles Miteinander kommt gerade den vergleichsweise wenig geschützten Radfahrern zu Gute.“

Baubürgermeister Martin Haag erläuterte, dass Freiburg seit vielen Jahren in eine äußerst gut ausgebaute Infrastruktur für den Radverkehr investiert habe. „Für ein besseres und damit vor allem sicheres Verkehrsklima müssen wir aber neue Wege beschreiten, um das Thema auch tatsächlich in die Köpfe der Menschen zu bringen.“

Sandra Demuth, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit vom DVR, begrüßte das Engagement der Kommunen und betonte die Bedeutung von Kampagnen für die Verkehrssicherheit. Sie seien eine bewährte und erfolgreiche Methode in der Präventionsarbeit, um das Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer für ihre Eigenverantwortung zu schärfen und die möglichen fatalen Folgen von Fehlverhalten
aufzuzeigen.

Burkhard Horn, Leiter des Grundsatzreferats für Verkehrspolitik bei der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, unterstrich die Notwendigkeit einer Verbesserung von Verkehrsklima und Regelakzeptanz auf den Straßen: "Wir
haben dieses Projekt auch deshalb initiiert, weil für uns mehr Radverkehr in Berlin sehr wichtig ist - aber ebenso mehr
Sicherheit und ein besseres Miteinander im Verkehr.“

„Vor Jahrzehnten gab es auch in der BZ eine Zeitungskampagne "Kavalier der Strasse", die damals sehr erfolgreich war. Gerne unterstützen wir heute dieses Projekt "Rücksicht" in der Stadt Freiburg. Die Sicherheit im Straßenverkehr, die Sicherheit der Radfahrer, Fußgänger und Autofahrer liegt uns am Herzen! Wir wünschen dieser Aktion viel Erfolg und Aufmerksamkeit!" , so Christian Hodeige, Verleger des Badischen Verlags.

Und hier kommt der Schutzpatron Christophorus, der Schutzpatron der Reisenden mit seiner Mission, ins Spiel. Er begleitet die ganze Rücksicht-Kampagne und wird in den kommenden Monaten mit seinen Helfern in Freiburg in unterschiedlichen Aktionen unterwegs sein und für mehr Rücksicht, Fairness und Gelassenheit aller Verkehrsteilnehmer werben. Verschiedene Slogans, wie beispielsweise „Rücksicht schont Nerven“, „Rücksicht wirkt sofort“ oder Rücksicht kostet nichts“, werden ab sofort auf Plakaten, in Broschüren, im Internet und auch in Videos zu sehen sein. Dazu erklärt Christophorus häufige Gefahrensituationen im Straßenverkehr und wie man diese mit Rücksicht einfach entschärfen kann.

Die Stadt Freiburg war bereits mehrfach Umwelthauptstadt und gehört zu den ersten drei Städten, die als fahrradfreundliche Kommune in Baden-Württemberg zertifiziert wurden. Seit Jahren verbessert die Stadtverwaltung konsequent das Radverkehrsnetz, baut es immer weiter aus, ersetzt alte Radwege durch Radfahrstreifen, verbessert Markierungen oder setzt auf Trixi-Spiegel. Dennoch sind die Radler, neben den Fußgängern, die am wenigsten geschützten Verkehrsteilnehmer.

Leider hat Freiburg auch die meisten Verletzten bei den Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg, und hier sind über die Hälfte Radfahrer betroffen. Viele der Unfälle geschehen durch Unachtsamkeit, Missachtung der Verkehrsregeln oder einfach nur durch Rücksichtslosigkeit. Vor allem durch ein vorsichtigeres und damit rücksichtsvolleres Verhalten der Verkehrsteilnehmer könnten viele Unfälle vermieden werden. Und das ist das langfristige Ziel dieser neuen Kommunikationskampagne - die Zahl der verletzten Radfahrer zu senken.

Die Rücksicht-Kampagne stellt das Thema Verkehrssicherheit generell und hier vor allem das eigene Verhalten im Verkehr in den Vordergrund. Sie will Bewusstsein schaffen, dass jeder Verkehrsteilnehmer selbst für sein Verhalten verantwortlich ist und dass das eigene rücksichtslose Verhalten für sich selbst, aber auch für andere gefährlich sein kann.

Ihre Ansprechpartnerin im Presse- und Öffentlichkeitsreferat:
Martina Schickle, Telefon: 0761/201-1350,
E-Mail: martina.schickle@stadt.freiburg.de

 

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