10.01.2012

Forschungsprojekt FEM-El-BIKE untersucht Chancen des E-Fahrrades als umweltfreundliche Alternative im Alltag von Frauen

Quelle: www.nrvp.de

Frauen weisen andere Mobilitätsmuster auf als Männer, da sie nach wie vor stärker in Versorgungsarbeiten der Familien engagiert sind (Einkauf, Holen und Bringen von Kindern). Die steigende Anzahl von Führerscheinbesitzerinnen und die zunehmende Verfügbarkeit eines Pkws bei Frauen könnten zu einer wachsenden Automobilität auch bei Frauen führen. Das E-Fahrrad hat offensichtlich Potential sanfte Mobilitätsformen zu fördern.

In der Studie "Fem-el-bike" (Koordinatoren FACTUM in Zusammenarbeit mit RDC und FGM), vom BMVIT finanziell gefördert im Rahmen der Programmlinie "ways2go", wurden Maßnahmen erforscht, um die Benutzung des Elektrofahrrades als klimafreundliche Mobilitätswahl für Frauen in Österreich attraktiver zu gestalten. Dazu wurden die Schwachstellen im jetzigen System und die Bedürfnisse und Anforderungen der Frauen an eine E-Fahrrad-Ausstattung und –Handhabung sowie an die notwendige Infrastruktur untersucht.

Neben den Ergebnissen aus zwei großen quantitativen Befragungen (knapp 6.000 Personen) zeigte eine Analyse der Alltagsfahrten von Testfahrerinnen über mehr als drei Monate, dass sich Frauen für ein E-Fahrrad v.a. deshalb entscheiden: sie erhoffen sich bei der Überwindung von Steigungen eine Erleichterung, sowie beim Transport von Mehrgewicht (z. B. Waren, Kinder), wollen nicht verschwitzt am Zielort ankommen und denken daran, umweltfreundlicher und kostengünstiger als mit einem Pkw unterwegs zu sein. Sie wollen sich auch bei fehlender Kondition flott mit dem Rad fortbewegen und bei längeren Wegstrecken – z.B. Begleitung bei Radtouren - sicher sein, dass die eigene Kraft auch noch für den Rückweg reicht. Den höchsten Nutzen könnte das Elektrofahrrad im ländlichen Umfeld, z. B. als Zubringer zum öffentlichen Verkehr oder für die Nahmobilität, erbringen.

Vorsichtige Frauen mittleren Alters, finden im Elektrofahrrad eine Alternative zum Pkw für kurze Wegstrecken. Im urbanen Bereich wird sich das Elektrofahrrad eher bei innovativeren Frauen durchsetzten. Das Design spielt dabei sicher eine nicht unwesentliche Rolle. Das E-Fahrrad könnte sich auf jeden Fall zum neuen Statussymbol für umweltfreundliche Mobilität entwickeln. "Motivationskataloge" für Frauen, Händler und Gemeinden liefern Anregungen und beantworten Fragen rund ums E-Bike.

Details unter www.femelbike.at (mit zahlreichen Downloads).

zurück

Ein Ideenwettbewerb rund ums Fahrrad
Ausschreibung gestartet
Der neue Radkalender steht zum Download bereit
RadReport
Aktuelle Informationen aus dem Fahrradland Baden-Württemberg