Landesbündnis ProRad nimmt Arbeit auf

28.07.2009. „Ich freue mich auf eine konstruktive und erfolgreiche Zusammenarbeit zur Förderung des Radverkehrs in Baden-Württemberg.“ Das sagte Verkehrsstaatssekretär Rudolf Köberle am Dienstag, 28. Juli 2009, bei der ersten Sitzung des Landesbündnisses ProRad in Stuttgart. Wichtig sei es, nach dem Gründungskongress am 18. Mai 2009 jetzt gemeinsam mit allen Bündnispartnern die praktische Arbeit aufzunehmen. „Für eine erfolgreiche Fahrradförderung müssen alle Beteiligten an einem Strang ziehen und sich in den Dienst der Sache stellen“, so Köberle.

Ein zentrales Thema der ersten Sitzung des Landesbündnisses ProRad sei die weitere Umsetzung der Handlungsempfehlungen des Runden Tisches Radverkehr Baden-Württemberg gewesen. Die von Experten nach gut zwei Jahren Projektarbeit vorgelegten Empfehlungen seien eine wertvolle Grundlage für die Radverkehrsförderung in Baden-Württemberg. Jetzt gelte es, gemeinsam mit den Bündnispartnern die Umsetzungsmöglichkeiten zu verfolgen und sich über die weiteren Schwerpunkte zu verständigen. „Mit dem Aufbau eines integrierten Fahrradmanagements hat das Land dem Runden Tisch schon Taten folgen lassen und erste Strukturen geschaffen“, sagte der Verkehrsstaatssekretär.

Ein wesentlicher Bestandteil des Fahrradmanagements sei die Wirkungskontrolle der Radverkehrförderung in Baden-Württemberg, die derzeit aufgebaut werde. In einem ersten Schritt solle noch in diesem Jahr der Status Quo des Radverkehrs in zehn repräsentativen Modellkommunen erhoben werden. Damit gewinne man wichtige Basisdaten für das Qualitätsmanagement-System und für eine effektive Radverkehrsförderung. Dabei seien Erhebungen zum Umfang der Fahrradnutzung, zur Radverkehrsinfrastruktur und -sicherheit, zum Fahrradklima und zu den Einstellungen der Nutzer zum Radfahren vorgesehen. „Eine Einbindung des Landesbündnisses bei der abschließenden Auswahl der Modellkommunen ist uns dabei wichtig“, betonte Köberle.

Das Innenministerium habe bereits die Handlungsempfehlung zur Definition und Entwicklung eines Landesradverkehrsnetzes aufgegriffen und erste Schritte eingeleitet. Es gehe zunächst darum, eine Netzstruktur abzustimmen, die die landesweit wichtigen Radrouten berücksichtige. „Dabei wollen wir verstärkt die Partner des Landesbündnisses einbinden, um so Synergieeffekte zu erzielen“, sagte Staatssekretär Köberle.

Zusatzinformationen:

Das Landesbündnis ProRad wurde beim Gründungskongress am 18. Mai 2009 in Stuttgart ins Leben gerufen und ist auf die Ergebnisse des Runden Tisches Radverkehr zurückzuführen. Das Landesbündnis ProRad ist ein wichtiger Bestandteil des Fahrradmanagements in Baden-Württemberg. Erstmals wurde auf Länderebene ein hochrangig besetztes und integriertes Forum geschaffen, das sich engagiert für die Belange des Radverkehrs einsetzen wird. Dem Landesbündnis gehören die Landtagsfraktionen, Ministerien, die kommunalen Spitzenverbände, die Arbeitsgemeinschaft der Regionalverbände, maßgebliche Interessenverbände, ÖPNV-Unternehmen und die AOK Baden-Württemberg an.

Der Runde Tisch Radverkehr Baden-Württemberg war im November 2006 einberufen worden. Seine Ende 2008 vorgelegte Empfehlungen gliedern sich in die zehn Themenbereiche „Prima Fahrradklima - Spaß am Radfahren im Land“, „Fahrradmanagement in Baden-Württemberg“, „Radverkehrsnetze“, „Finanzierung der Infrastruktur“, „Das Fahrrad im Alltag - jeden Tag die erste Wahl“, „Öffentlicher Verkehr und Radverkehr“, „Fahrradtourismus“, „Radfahren - mit Sicherheit!“, „Recht und Gesetz - Ein moderner Ordnungsrahmen für den Radverkehr“ und „Radfahrer sind gesünder - Gesundheitsprävention mit dem Fahrrad“.

Zum Fahrradmanagement in Baden-Württemberg gehören neben dem Landesbündnis ProRad der Fahrradmanager beim Innenministerium und die Geschäftsstelle Fahrradförderung, die bei der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg angesiedelt ist. Wie die Wirkungskontrolle ist auch ein Internetportal „Fahrradland Baden-Württemberg“ im Aufbau. Des Weiteren wird derzeit die Gründung einer „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg“ vorbereitet.

Quelle: Innenministerium, Landesportal Baden-Württemberg

http://www.baden-wuerttemberg.de/de/Meldungen/208313.html

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