Fortentwicklung des Radverkehrs: Handlungsempfehlungen für Baden-Württemberg veröffentlicht
17.03.2009 „Nach gut zwei Jahren Projektarbeit hat der Runde Tisch Radverkehr umfassende Handlungsempfehlungen zur Verbesserung des Radverkehrs in Baden-Württemberg vorgelegt. Diese Empfehlungen von Experten sind Grundlage für unser Ziel, das Fahrradland Nr. 1 in der Bundesrepublik zu werden.“ Das sagte Verkehrsstaats-sekretär Rudolf Köberle am Dienstag, 17. März 2009, in Stuttgart. Alle Themen rund um das Fahrrad, von der Fahrradförderung über die Finanzierung der Infrastruktur bis hin zu gesundheitlichen Aspekten des Radfahrens seien systematisch erfasst und ausgewertet worden. „Wir haben am Runden Tisch Radverkehr den Schulterschluss mit allen am Thema Radverkehr beteiligten Akteuren gesucht und gefunden. So waren neben Vertretern der Verwaltung Verbände, Vereine, Verkehrsgesellschaften, die AOK, die Wirtschaft, die Wissenschaft und die kommunalen Landesverbände beteiligt. Mit der Verabschiedung der Handlungsempfehlungen ist das Projekt Runder Tisch Radverkehr abgeschlossen. Ich danke alle Beteiligten für die konstruktive Mitarbeit“, so Köberle.Die Handlungsempfehlungen richteten sich an die verantwortlichen Fachleute und Politiker. Jetzt gehe es darum, Stück für Stück die Umsetzungsmöglichkeiten zu prüfen. „Wir haben uns bewusst ein sehr anspruchsvolles Ziel gesetzt. Denn nur so lassen sich auf Dauer Verbesserungen erreichen. Allerdings ist es ein Prozess, der einige Zeit braucht. Wir werden nicht von heute auf morgen alles Wünschenswerte erreichen können“, sagte der Staatssekretär. Das Land habe bereits erste Schritte zum Aufbau des Fahrradmanagement-Systems unternommen. In Zusammenarbeit mit der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg, bei der eigens eine Geschäftsstelle eingerichtet worden sei, werde nach einem ersten Informationsgespräch mit interessierten Kommunen die Gründung einer „Arbeitgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen“ vorbereitet. Parallel werde an der Erstellung eines Internet-Portals „FahrRad in Baden-Württemberg“ und eines Qualitätsmanagement-Systems gearbeitet.Die Empfehlungen seien auch für jeden am Radverkehr interessierten Bürger eine lohnende Lektüre. „Wer weiß zum Beispiel, dass über die Hälfte der heutzutage unternommenen Pkw-Fahrten bereits nach höchstens fünf Kilometer endet? Das ist eine typische Fahrraddistanz. Wir haben also ein erhebliches Verlagerungspotenzial“, sagte Köberle. Die Ergebnisse des Runden Tisches seien über das Internet-Portal des Innenministeriums abrufbar.Zusatzinformationen:Der Runde Tisch Radverkehr war im November 2006 einberufen worden. Seine Empfehlungen gliedern sich in die zehn Themenbereiche „Prima Fahrradklima - Spaß am Radfahren im Land“, „Fahrradmanagement in Baden-Württemberg“, „Radverkehrsnetze“, „Finanzierung der Infrastruktur“, „Das Fahrrad im Alltag - jeden Tag die erste Wahl“, „Öffentlicher Verkehr und Radverkehr“, „Fahrradtourismus“, „Radfahren - mit Sicherheit!“, „Recht und Gesetz - Ein moderner Ordnungsrahmen für den Radverkehr“ und „Radfahrer sind gesünder - Gesundheitsprävention mit dem Fahrrad“.
Quelle: Innenministerium, Landesportal Baden Württemberg


