Aktion „BWeg Dich - Fahrrad fahr`n mit Zuganschluss“ gestartet

08.05.2009 „Wer Fahrrad fährt, ist umweltfreundlich unterwegs, wer mit dem Zug fährt ebenso. Naheliegend ist deswegen die Idee, diese beiden Fortbewegungsmöglichkeiten miteinander zu verknüpfen. Das ist mit dieser Aktion auf originelle Art und Weise gelungen.“ Das sagte Verkehrsstaatssekretär Rudolf Köberle am Freitag, 8. Mai 2009, bei der Auftaktveranstaltung zur Aktion „BWeg Dich - Fahrrad fahr`n mit Zuganschluss“ in Bad Saulgau.

Um die Menschen von den Vorteilen des öffentlichen Personennahverkehrs zu überzeugen, müsse es ein überzeugendes Verkehrsangebot geben. Busse und Züge müssten regelmäßig und verlässlich fahren. Und es müsse ein einfaches und überschaubares Tarifsystem geben. Die Gründung von Verkehrsverbünden mit einem einheitlichen Tarif sei ein wichtiger Schritt in diese Richtung gewesen. Nun gelte es, die Zusammenarbeit zwischen den Verkehrsverbünden zu verbessern.

„Hier in der Region arbeiten die Verkehrsverbünde naldo, bodo und DING - die Abkürzungen stehen für die Verkehrsverbünde Neckar-Alb-Donau, Bodensee-Oberschwaben und die Nahverkehrsgesellschaft Donau-Iller - bereits vorbildlich zusammen. Seit Anfang dieses Jahres können Fahrgäste leichter von einem Verbund in den anderen wechseln“, sagte Köberle

Die drei Verkehrsverbünde hätten ihre Verkehrsbeziehungen untereinander genau analysieren lassen. Dabei sei festgestellt worden, dass etwa zwei Millionen Fahrten zwischen den drei Verbünden unternommen würden. Etwa 300.000 Fahrgäste kämen durch die engere Zusammenarbeit zu günstigeren Fahrpreisen.

Solche Tarifverbesserungen müssten natürlich auch entsprechend bekannt gemacht werden. Sie würden deshalb mit pfiffigen Informations- und Marketingaktionen begleitet. Hier sei die Nahverkehrsgesellschaft mit dem 3-Löwen-Takt der zentrale Ansprechpartner. Auch auf diesem Gebiet würden die Verbünde und die Nahverkehrsgesellschaft sehr eng zusammenarbeiten. „Ein überzeugendes Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist die heute vorgestellte Broschüre „BWeg Dich – Fahrrad fahr’n mit Zuganschluss“, so Köberle.

Die Landesregierung wolle den Radverkehrsanteil von zehn auf 20 Prozent verdoppeln, ein noch fahrradfreundlicheres Klima schaffen und die Verkehrssicherheit für Radfahrer deutlich verbessern. Neben dem Radwegebau sollten außerdem verschiedene weitere Komponenten hinzukommen. Der Runde Tisch Radverkehr habe dazu umfassende und vielfältige Handlungsempfehlungen erarbeitet und eine umfangreiche Wunschliste vorgelegt. „Wir können nicht alles in vollem Umfang und sofort angehen und benötigen für den gesamten Prozess einen langen
Atem“, so der Staatssekretär. Mit dem Aufbau eines Fahrradmanagements in Baden-Württemberg habe man dem Runden Tisch aber schon sehr schnell Taten folgen lassen. Die Resonanz hierauf sei durchweg positiv.

Eine erste Maßnahme sei die Einrichtung einer Geschäftsstelle zur Fahrradförderung bei der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg. Ein weiterer wichtiger Baustein eines integrierten Fahrradmanagements werde das Landesbündnis ProRad sein. Diesem Forum würden die Landtagsfraktionen, Ministerien, die mit dem Radverkehr befasst sind, die kommunalen Spitzenverbände und maßgebliche Interessenverbände angehören. Mit dabei seien auch Unternehmen, die im Bereich des ÖPNV tätig seien. In zehn Tagen, am 18. Mai werde das Landesbündnis ProRad als erstes seiner Art in Deutschland mit einem Gründungskongress in Stuttgart ins Leben gerufen.

Neben diesem Netzwerk auf Landesebene solle mit der „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg“ ein kommunales Netzwerk geschaffen werden, das der Unterstützung und dem Austausch der Kommunen untereinander diene und das gemeinsame Projekte entwickeln werde. Darüber hinaus sei eine Internetplattform geplant, die allen Mitwirkenden die notwendigen Informationen bereitstelle, um den Fahrradverkehr weiter gezielt fördern zu können. Auch an dieser Internetplattform werde bereits gearbeitet.

Das Land habe zudem ein landesweites Qualitätsmanagementsystem für Radverkehrsprojekte in Auftrag gegeben. Damit würden Informationen über den Radverkehr in repräsentativen Kommunen gesammelt, die Aufschluss über das Potenzial des Radverkehrs in Baden-Württemberg geben würden.

Mehr Info: http://www.3-loewen-takt.de/d/5414/

Quelle: Innenministerium, Landesportal Baden-Württemberg

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