Informationsportal zur Radverkehrsförderung

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Radfahrerampel steht auf grün

Slogan der velocity-Konferenz 2013 in Wien

„Cycling is the city changer.“

Radeln fürs RadNETZ

18. Februar 2015

Eine Erfassungs-App optimiert die Analyse der Strecken.

Video: VIA/Dominik Tönnes

Über 8.000 Kilometer bestehender Routen wurden durch speziell geschulte ErfasserInnen in den letzten Wochen und Monaten befahren. Das Ziel: Eine optimale Datengrundlage für die Planung des neuen RadNETZes Baden-Württemberg zu schaffen. Doch wie hält man die Erkenntnisse am einfachsten und schnellsten nachhaltig fest? Eine Smartphone-App erleichtert die einheitliche Erfassung – ein Video erklärt, wie es geht.

Wird der Radverkehr über baulich getrennte Radwege auf der Fahrbahn geführt? Wie breit sind die Anlagen? Wie ist die Oberflächenbeschaffenheit? Besteht eine Pflicht zur Benutzung des Radwegs? Wo und wie überqueren die RadfahrerInnen die Straße? „Das sind typische Fragestellungen, wenn bestehende Routen erfasst werden“, erklärt Dominik Tönnes vom Kölner Planungsbüro VIA, Geograph und Radverkehrsexperte. „Denen müssen sich auch die RadlerInnen stellen, die mit der Erfassung für das RadNETZ betraut sind“. Tönnes hat für die App ein Formular zur Erhebung des Bestandes auf dem RadNETZ Baden-Württemberg erstellt, das alle Qualitätsstandards des RadNETZes berücksichtigt.

„Bei einem solchen Großprojekt muss die Erfassung fachlich fundiert und nach festen Kriterien auf einer einheitlichen Basis verlaufen“, erklärt Tönnes. „Sonst sind die Daten nicht landesweit vergleichbar.“ Die RadlerInnen, die die Erfassung durchführen, wurden vorab umfassend in das Programm eingewiesen. Wichtiges Detail: Die App läuft auch im Offline-Modus. „Schließlich ist die Verfügbarkeit des Internets gerade außerhalb von Städten oder Gemeinden nicht immer gegeben“, weiß VIA-Planer Tönnes. Denn die BefahrerInnen sind ja im ganzen Land auf Tour. 

„Zunächst klären wir über eine einfache Auswahl, welche Art von Infrastruktur wir erfassen – etwa einen Knotenpunkt oder eine Straßenquerung“, berichtet Friedhelm Messow, der im Auftrag des Landes weit über 1.000 Kilometer an Routen abgefahren ist und erfasst hat. „Die genaue Lage des Orts ermittelt das Tablet ganz einfach durch GPS.“ Mit der Handykamera können auch gleich Fotos gemacht werden. So können beispielsweise Schäden im Wegebelag verdeutlicht werden. „Danach werden wir durch ein Formular geführt, in dem alle für die Planung relevanten Details abgefragt werden“, erläutert Marlen Bräuer, die in den letzten Monaten ebenfalls als RadNETZ-Erfasserin aktiv war. „Dazu zählen so vielfältige Punkte wie Beleuchtung, Breite und Oberflächenbelag oder Art und Zustand von Überquerungsstellen.“ Die detailgenaue Dokumentation der Strecken wird dazu beitragen, Standards für die Erfassung der Infrastruktur zu etablieren, vermutet Erfassungs-Experte Dominik Tönnes. Die Arbeit der RadlerInnen in Baden-Württemberg wurde allerdings auch durch nicht beeinflussbare Faktoren begünstigt: „Der lange, relativ milde Herbst hat uns sehr dabei geholfen, die Befahrungen rechtzeitig abzuschließen“, freut sich Tönnes.

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