Informationsportal zur Radverkehrsförderung

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Radfahrerampel steht auf grün

Slogan der velocity-Konferenz 2013 in Wien

„Cycling is the city changer.“

Es geht bergauf

19. November 2014

Projekt „Radverkehr in Kommunen mit Höhenunter- schieden” stellt Ergebnisse vor.

„Bei uns ist es zu hügelig zum Radfahren." Mit dieser Aussage rechtfertigten viele Kommunen mit mehr oder weniger anspruchsvoller Topografie ihren geringen Radverkehrsanteil. Das wird in Zukunft schwerer, denn das NRVP-Projekt „Radfahren in Kommunen mit Höhenunterschieden” hat gezeigt, dass sich viele Fahrradfahrer von Steigungen nicht schrecken lassen – vorausgesetzt, Infrastruktur und Service stimmen.

Mit Heidelberg und Albstadt haben sich auch zwei Kommunen aus Baden-Württemberg am bundesweiten Forschungsprojekt beteiligt. Sie zeigten sich sehr zufrieden mit den Ergebnissen des Projektes, mit der Vernetzung mit den anderen Kommunen und mit der Projektbegleitung durch die Universität Dortmund. „Wir haben beim Radverkehr schon sehr viel erreicht”, sagte Thomas Raab vom Verkehrsmanagement der Stadt Heidelberg. „Wir können aber noch viel mehr Potenzial für den Radverkehr erschließen, wenn wir gezielt die höher gelegenen Wohngebiete einbinden.” Dafür holte sich Raab Ideen von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die das Projekt begleiteten und von den anderen Partnerkommunen wie Jena, Solingen, Siegen oder Koblenz. Eine bessere Verknüpfung von Bus- und Radverkehr ist eine Anregung, die Heidelberg aus dem Projekt mitnimmt.

Eine grundlegende Erkenntnis des Projekts: Die Anforderungen an die Infrastruktur sind je nach Fahrrichtung – bergauf oder bergab – komplett unterschiedlich. „Bergauffahrende Radfahrer sind Fußgägner auf zwei Rädern, bergabfahrende Radfahrer sind Autos ohne Motor”, brachte es Peter Gwiasda vom Planungsbüro via in Köln auf den Punkt. Das führt häufig zu asymetrischen Lösungen bei der Verkehrsführung. Nicht einfach für die Nutzer, die daher intensiv über das Radverkehrsangebot informiert werden müssen.

Eine gute Abstimmung zwischen Rad- und öffentlichem Verkehr kann den Radverkehr in Regionen mit großen Höhenunterschieden ebenfalls voranbringen. Ein Beispiel aus Baden-Württemberg: Im Rems-Murr-Kreis unterstützt das Modellprojekt „Fahrrad2go” Pendler mit einem besonderen Busangebot: Zwischen Winnenden und Buoch – einer Strecke, die 240 Höhenmeter überwindet – fahren seit 2014 Busse, die jeweils 10 Räder transportieren können. So können Pendler morgens bequem bergab rollen und abends mit dem Bus nach Hause fahren.

Ein weiteres wichtiges Thema für die Radverkehrsförderung in hügeligen Regionen: die großen Fortschritte bei der Fahrradtechnik allgemein und im Besonderen das Pedelec, das die eigene Körperkraft vervielfacht und den Radfahrenden so Steigungen ermöglicht, die sie sonst viel Kraft kosten würden.

Anfang 2015 wird der Leitfaden mit Erfahrungen, Erkenntnissen und Empfehlungen des Projekts veröffentlicht und auf Fahrradland-BW als Download zur Verfügung gestellt. Wer vorher schon Fragen hat, kann sich wenden an: kathrin.konrad@tu-dortmund.de

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Aktuelle Termine

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Hier gibt es alle aktuellen Termine auf einen Blick.

 

Herangezoomt: Füße in Turnschuhen auf den Pedalen eines gelben Damenrads.

Auf zum Termin – natürlich mit dem Rad!

Was es sonst Neues gibt...

...zum Thema Radverkehrsförderung in Baden-Württemberg erfahren Sie auf dem Blog der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg:

www.agfk-bw.de/blog oder unter

www.radkultur-bw.de