Landkreis Göppingen

1. Eckdaten zum Landkreis Göppingen

  • 253.274 Einwohner (Stand: 31.03.2010)
  • Gründungsmitglied der AGFK-BW

2. Was wurde im Landkreis Göppingen bisher umgesetzt?

Im Jahr 2009 wurde die Filstalroute nach bundeseinheitlichen Empfehlungen der FGSV in Zusammenarbeit mit dem ADFC neu ausgeschildert. Die Wegweiser arbeiten nach dem bekannten System der Nah- und Fernziele (mit Entfernungsangaben) und werden durch entsprechende Symbole für besondere Einrichtungen wie Bahnhöfe, Freizeiteinrichtungen usw. ergänzt. Die Filstalroute wurde in ihrem bisherigen, in der Regel nördlich der Fils geführten Verlauf, um eine "Südvariante" erweitert. Beide Routen, "Nord" und "Süd" sind mit entsprechenden Farbsymbolen gekennzeichnet und damit vor Ort leicht erkennbar. Es gibt immer wieder Verknüpfungen der alternativen Routenführungen. Die neue Südvariante führt verstärkt an den Flusslauf heran und bietet dadurch eine interessante Alternative.

 
Karte der Filstalroute.

Außerdem erschließt sie zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie die romanische Stiftskirche in Göppingen-Faurndau, die historische Arbeitersiedlung der Süddeutschen Baumwollindustrie in Kuchen oder das spätbarocke Kloster-Kleinod "Ave Maria" in Deggingen. Die Route steht unter dem thematischen Motto: „ Von der Idylle in die Metropolregion“.

Zum Jahreswechsel 2011 wird der Landkreis Göppingen in den elektronischen Radroutenplaner des VVS aufgenommen. Dann können die Bürgerinnen und Bürger der Region Stuttgart ihre Ausflüge mit dem Fahrrad auch im Landkreis online planen. Mit dem Tourenplaner lassen sich Strecken entlang interessanter Ziele als auch in Kombination mit dem ÖPNV planen. Zusätzlich stehen dem Nutzer ein Höhenprofil der Strecke als auch ein GPS Track zum herunterladen zur Verfügung.

 

3. Aktuelle Handlungsschwerpunkte im Landkreis Göppingen

Im Mai 2009 wurde das Kölner Verkehrsplanungsbüro VIA beauftragt, für den Landkreis eine einheitliche Radverkehrskonzeption zu erstellen. Das Ziel ist der Aufbau eines kreisweiten Radverkehrsnetzes. Dieses soll differenziert werden in Alltags- und Freizeitverkehr. Der Abschluss der Konzeption erfolgt bis Mitte 2011. Anschließend wird eine Prioritätenliste für Neu-, Ausbau- und Sanierungsmaßnahmen erstellt. In Regie des Landkreises wird dann ein Investitionsrahmenplan aufgestellt. Bei der Umsetzung der Konzeption  wird das Gespräch mit den Beteiligten Baulastträgern (Bund, Land und Gemeinden) gesucht.

Am 10. Februar 2010 erfolgte der Auftakt zum Programm „Fahrradfreundlicher Landkreis“, welches hauptsächlich „weiche Faktoren“ umfasst. Hierfür wurden drei Arbeitsgruppen gebildet.

  • AG 1 beschäftigt sich mit den Perspektiven des Fahrradtourismus. Inhalte sind die Konzeption eines touristischen Routennetzes, die Erstellung einer Marketingkonzeption sowie Serviceangebote und Fahrradvermietung einzurichten.
  • Die Förderung des sicheren Radfahrens im Alltag ist Aufgabe von AG 2. Hierbei geht es um Maßnahmen zur Gestaltung der Wege zur Schule und zur Arbeit.
  • Die dritte Arbeitsgruppe sorgt für die Verbindung des Fahrrads mit dem ÖPNV. Die Ziele sind eine Mitnahme des Rads per Bus zu ermöglichen und Abstellanlagen an Bushaltestellen einzurichten.

In der touristischen Planung wird der Ausschilderung von Routen durch alle Beteiligten eine hohe Priorität zugewiesen. Diese Beschilderung soll, wie bereits bei der Filstalroute, nach FGSV Standard erfolgen. Die Umsetzung wird weiterhin in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsplanungsbüro VIA, welches die Albtraufroute umsetzen soll, als auch durch das von TMBW beauftragte Verkehrsplanungsbüro outdoor-concepts geschehen. Aber auch mit den Nachbarkreisen erfolgt eine enge Abstimmung, da einige Radrouten Grenzüberschreitend verlaufen.

Im Zuge des Programms „Fahrradfreundlicher Landkreis“ strebt das Landratsamt Göppingen an, sich als „Fahradfreundlicher Arbeitgeber“ zertifizieren zu lassen. Damit möchte das LRA als Vorbild im Landkreis dienen um in der Wirtschaft, der Gastronomie und der Hotellerie Nachahmer zu finden. Dazu wurde im LRA unter dem Vorsitz des Landrats eine Arbeitsgruppe geschaffen, die sich mit diesem Thema beschäftigt.

4. Wie geht es weiter im Landkreis Göppingen?

Der Landkreis sieht große Möglichkeiten im touristischen Radverkehr. Vor allem für Tagestouristen aus der Region Stuttgart soll über ein vielfältiges, radtouristisches Angebot das Filsland als attraktives Naherholungsziel dienen. Dafür werden verstärkt touristische Routen geplant. Neben der bereits bestehenden Filstalroute und den geplanten Routen Schwäbische-Alb-Radweg und Albtraufroute sind weitere Routen im Bereich des Albvorlandes (Obstroute) und im Schurwald/Hohenstaufen (Stauferroute) vorgesehen.

Aber nicht nur der Fahrradtourismus, sondern auch der Alltagsverkehr soll gefördert werden. Dafür ist eine sukzessive Umsetzung der Radverkehrskonzeption Vorrausetzung. Der Landkreis wird die Zusammenarbeit mit allen kommunalen Trägern, Land und Bund intensivieren, um die Radverkehrsinfrastruktur dauerhaft zu stärken. Dazu zählen die Knüpfung von Netzwerken und die gezielte Informationsvermittlung über die aktuellen Entwicklungen. 2011 wird der Landkreis einen Informationstag über die Neuerungen bei der ERA und der StVO gestalten. 2012 soll mit dem 1. Radaktionstag auch die Öffentlichkeit vermehrt in die laufenden Aktivitäten mit eingebunden werden.

Auf Basis dieser Ziele strebt der Kreis künftig die Zertifizierung als „Fahrradfreundlicher Landkreis“ an.

5. Kontakt

Landkreis Göppingen
Lorcher Str. 6
73033 Göppingen

Ansprechpartner:
Jörg-Michael Wienecke
Tel.: 07161-202-301
Fax: 07161/202-353
j.wienecke@landkreis-goeppingen.de

Thorsten Rösch
Tel.: 07161-202-345
t.roesch@landkreis-goeppingen.de

Fahrradverkehr im Landkreis Göppingen

zurück

Ein Ideenwettbewerb rund ums Fahrrad
Ausschreibung gestartet
Der neue Radkalender steht zum Download bereit
RadReport
Aktuelle Informationen aus dem Fahrradland Baden-Württemberg