Informationsportal zur Radverkehrsförderung

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Viele kleine blaue Fahrräder vor weiß-grauem Hintergrund

Arne Koerdt, Verkehrsministerium

„Unsere Aufgabe: Radverkehrsförderung möglichst einfach machen & Akteuren bei der Arbeit helfen.“

Die Quellen

Man kann sich leicht vorstellen, wie groß der Aufwand ist, bundes- oder landesweit Zahlen zum Mobilitätsverhalten der Bevölkerung zu erheben. Die aktuell verfügbaren Zahlen stammen aus den folgenden Erhebungen:

Mobilität in Deutschland (MiD)

Die wichtigste und umfassendste Quelle für Daten zur Verteilung des gesamten Verkehrsaufkommens auf die verschiedenen Verkehrsmittel (Modal Split) ist die bundesweite Erhebung „Mobilität in Deutschland“ (MiD) des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Sie wurde zuletzt 2008 und davor 2002 durchgeführt. Am 1. Juni 2016 startete die Datenerhebnung für nächste Runde (MiD 2016). Ergebnisse werden 2018 erwartet.

In der Historie gründet die MiD auf die früheren „Kontinuierlichen Erhebungen zum Verkehrsverhalten" (KONTIV), die seit den 70er Jahren in Westdeutschland durchgeführt wurden und folgt in den Grundzügen auch deren Design. Die MiD ist eine Querschnittsstudie, das heißt sie bildet das Mobilitätsverhalten der Bevölkerung in einem Kalenderjahr ab (Momentaufnahme).

Auf der Website www.mobilitaet-in-deutschland.de gibt es viele Hintergrundinformationen zur Erhebung. Im Download-Bereich findet man zahlreiche Auswertungen und Kommentierungen der erhobenen Daten.

Mobilität in Regionen (MiR)

Seit 2009 gibt es mit „Mobilität in Regionen“ (MiR) einen Ableger der bundesweiten MiD, der speziell auf die Bedürfnisse von Regionen abzielt. Die Studie ist genauso aufgebaut wie die Erhebung MiD, ermöglicht aber eine spezifischere Ausrichtung der Inhalte auf die Wünsche der Auftraggeber. Diese sind Verkehrsverbünde, Städte und ihr Einzugsgebiet und Bundesländer.

Da per MiD Auswertungen auf Landesebene nur sehr begrenzt möglich sind – der Stichprobenumfang für Baden-Württemberg lag 2008 bei rund n=2600 Interviews, ist MiR für Länder und Regionen eine interessante Datenquelle. Der Fokus liegt auf einem vollständigen Kalenderjahr. Außerdem kann die Studie auch Verflechtungen zwischen Regionen abbilden. Vertiefte Erkenntnisse können die Länder, Kreise und Gemeinden durch eine Aufstockung der Stichprobe erlangen.  So können auch Aussagen auf Kreisebene getroffen werden.

Hier gibt es viele Hintergrundinformationen zur Erhebung MiR.

Mobilitätspanel (MOP)

Die ebenfalls vom BMVBS finanzierte Längsschnittstudie zum Mobilitätsverhalten ist das Mobilitätspanel (MOP). Dieses wird seit 1994 jährlich durchgeführt und ist Basis für die Abschätzung der Mobilitätsnachfrage in 30–40 Jahren sowie der langfristigen Anforderungen an das Verkehrsangebot für die Bundesrepublik. Im Gegensatz zur Momentaufnahme der MiD folgt das MOP wie der Name schon sagt dem Paneldesign (dieselben Personen werden in aufeinanderfolgenden Jahren befragt). Dies ermöglicht Aussagen zu Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen und längerfristigen Entwicklungen im Mobilitätsverhalten. Im Gegensatz zur MiD finden die Erhebungen nur im Herbst statt und bilden somit nicht ein vollständiges Jahr ab. Die Stichprobe des MOP ist auch um ein Vielfaches kleiner als die der MiD; das MOP ist nicht dazu geeignet, Aussagen auf Landesebene zu treffen.

System repräsentativer Verkehrserhebungen (SrV)

Für Kommunen ist das „System repräsentativer Verkehrserhebungen“ (SrV) die beste Erhebung. Ursprünglich entstand das SrV in den 70er Jahren als Pendant zu KONTIV in Ostdeutschland. Heute verfolgt die Erhebung hauptsächlich das Ziel, die Mobilitätskennwerte der städtischen Wohnbevölkerung (Binnenverkehr) zu ermitteln. 2013 nahmen bundesweit über 100 Städte am SrV teil, in Baden-Württemberg waren es Mannheim, Heidelberg, Ulm und Tübingen.

Mobilität in der Region Stuttgart

Der Verband Region Stuttgart hat im Zuge der Fortschreibung des Regionalverkehrsplans 2009 eine Untersuchung zum Verkehrsverhalten durchgeführt, die sich am Design des Mobilitätspanels orientiert.

Weitere Quellen

Fahrradklimatest des ADFC

Der Fahrradklima-Test fand 2014 zum siebten Mal statt und wurde vom BMVI unterstützt. Dabei können Bürgerinnen und Bürger ihre Kommunen in Sachen Fahrradfreundlichkeit online per Fragebogen beurteilen. 62 Kommunen aus Baden-Württemberg wurden im Test bewertet. Dabei belegten Freiburg und Karlsruhe in der Kategorie „Großstädte über 200.000 Einwohner“ die Plätze 2 und 3 hinter der westfälischen „Fahrradstadt Münster“. Aufsteiger, also Kommunen, die in diesem Jahr deutlich besser bewertet wurden als beim letzten Test, sind Heilbronn und die Landeshauptstadt Stuttgart.
Hier gibt es mehr Informationen zum aktuellen Fahrradklima-Test.

Fahrradmonitor

In der repräsentativen Befragung wurde das Verkehrsverhalten und die Fahrradnutzung bei 2.000 Deutschen erfragt. Die Studie, die das Meinungsforschungsinstitut SINUS aus Heidelberg in Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) erstellt hat, enthält zahlreiche Fakten zur Fahrradnutzung in Deutschland.

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