Informationsportal zur Radverkehrsförderung

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Ein Mann macht auf einer Treppe am Fluss eine Pause vom Fahrradfahren.

Amrei Bär, Offenburg, Radverkehrsbeauftragte

„Von der Erfahrung anderer lernen. So muss man das Rad nicht ständig neu erfinden.“

Viel Platz für Räder

3-Löwen-Takt-Radexpress Baden-Württemberg

 

Fahrrad vor Regionalbahn

Foto: NVBW

Mit Bahn und Rad ins Grüne

umgesetzt wo?

Bundesland Baden-Württemberg (landesweit)

Ca. 10 Mio. Einwohner

umgesetzt wann?

Seit Mai 2008 - heute

umgesetzt von wem?

  • Verschiedene Eisenbahn-Verkehrsunternehmen
  • NVBW

Mit welchem Ziel?

Die Kombination von Zug und Fahrrad erfreut sich einer zunehmenden Beliebtheit insbesondere im Tagestourismus. Auf umweltfreundliche Weise lassen sich die schönsten Gegenden Baden-Württembergs erfahren. Im Gegensatz zu einer Autoanreise muss man nach der Radtour nicht wieder zum Ausgangspunkt zurückkehren, sondern kann sich von einem beliebigen anderen Bahnhof aus wieder heimwärts fahren lassen.

Diese erfreuliche Entwicklung führte jedoch vereinzelt zu Problemen bei der Fahrradmitnahme, wenn selbst lange Züge dem Ansturm der Radfahrer nicht mehr gewachsen waren. Unzufriedene, mitunter gar zurückgelassene Kunden, frustriertes Bahnpersonal und verspätete Züge waren die Folge. Darüber hinaus waren auf zahlreichen beliebten Routen ein oder mehrere Umstiege erforderlich. Mit dem Ziel, einerseits dem Radtourismus ein attraktives und auf seine Bedürfnisse zugeschnittenes Angebot zu offerieren, welche von den Zügen des Grundangebotes nicht immer ausreichend erfüllt wurden, und gleichzeitig eine Entspannung bei den Kapazitätsengpässen herbeizuführen, begann im Jahre 2009 der Aufbau eines landesweiten Netzes von zunächst 15 Zügen verschiedener Eisenbahn-Verkehrsunternehmen.

Projektbeschreibung

Die Züge der beteiligten Eisenbahn-Verkehrsunternehmen verbinden entweder die Ballungsgebiete des Landes umsteigefrei mit den interessantesten Zielregionen für den Radtourismus (etwa von Stuttgart an den Bodensee) oder verkehren innerhalb der bzw. zwischen den einzelnen Ausflugsregionen (etwa entlang des Donautals).

Bei der Umsetzung wurden sowohl bestehende als auch völlig neue Verbindungen in das Radexpress-Netz integriert. Diese als „3-Löwen-Takt-Radexpress“ und einem auf die jeweilige Region zugeschnittenen Namen (z. B. „3-Löwen-Takt-Radexpress Enztal) bezeichneten Züge verkehren an allen oder ausgewählten Wochenenden, zumeist zwischen Mai und Oktober. Im Jahr 2010 wurden vier 3-Löwen-Takt-Radexpresse eingesetzt.

Besonders Merkmal aller „3-Löwen-Takt-Radexpress“-Züge ist der Einsatz von Fahrzeugen mit extra großer Fahrradkapazität, etwa von Packwagen mit Platz für rund 100 Fahrräder. Als weitere Attraktion kommen auf einigen Radexpress-Linien planmäßig historische Fahrzeuge wie etwa Schienenbusse oder alte Elektrotriebzüge zum Einsatz, womit eine aktive Pflege der baden-württembergischen Eisenbahnhistorie betrieben wird. In allen 3-Löwen-Takt-Radexpress-Zügen – auch in jenen mit historischen Fahrzeugen gefahrenen – gelten die normalen Eisenbahntarife und die Angebote der jeweiligen Verkehrsverbünde.

Natürlich werden auch Fahrgäste ohne Fahrrad in den Zügen mitgenommen. Dadurch wird gleichzeitig auch für den „normalen“ Verkehr von und nach den touristischen Zielgebieten eine Entlastung mit zusätzlichen Reisemöglichkeiten herbeigeführt.

Ansprechpartner

Sonja Haas-Andreas
Leiterin Marketing und Pressesprecherin NVBW
Wilhelmsplatz 11
70182 Stuttgart
0711-23991-266
haas@nvbw.de

Internetseite zum Projekt

www.3-loewen-takt.de

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