Informationsportal zur Radverkehrsförderung

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Ein Mann macht auf einer Treppe am Fluss eine Pause vom Fahrradfahren.

Amrei Bär, Offenburg, Radverkehrsbeauftragte

„Von der Erfahrung anderer lernen. So muss man das Rad nicht ständig neu erfinden.“

ConRad gibt Rat

Singens Radmaskottchen wirbt für mehr Rücksicht zwischen Fußgängern und Radfahrern.

umgesetzt wo?

Im Stadtgebiet von Singen (Hohentwiel)

umgesetzt wann?

Das Rad-Maskottchen ConRad gibt es seit Ende 2013.
Ein Teil der Fußgängerzonen ist seit Mitte 2014 für ganztägig den Radverkehr geöffnet.

Mit welchem Budget?

In die Öffentlichkeitsarbeit, das Design und die Beschilderung wurden von 2013 bis 2015 rund 18.000 € investiert.

umgesetzt von wem?

Stadt Singen, Fachbereich Bauen, Abteilung Straßenbau zusammen mit dem Studio Weber Design, Espasingen.

Mit welchem Ziel?

Die Stadt Singen will die Zahl der Radverkehrsunfälle senken, den Radverkehrsanteil erhöhen und den Umweltverbund – Bus, Bahn, Fahrrad und Fußverkehr – stärken, um den Verkehr klimaschonender und nachhaltiger zu machen.

Projektbeschreibung

Foto: Stadt Singen, ConRad-Umleitungsschild

„Mit Rücksicht fährt man besser”, steht in einer Sprechblase auf den Schildern vor den Fußgängerzonen August-Ruf-Straße und Scheffelstraße in Singen (Hohentwiel). Unter der Sprechblase ist eine bunte Figur mit großer Nase und blauem Helm auf einem Fahrrad abgebildet – ConRad, das Rad-Maskottchen der Stadt. Mitte 2014 hatte Singen die Fußgängerzonen Heinrich-Weber-Platz, Scheffelstraße, Im Gambrinus und Enge Straße zunächst für ein Jahr für Radfahrerinnen und Radfahrer freigegeben. Die Testphase lief so gut, dass die Zonen dauerhaft für den Radverkehr geöffnet blieben. Dazu beigetragen hat auch das Kommunikationskonzept der Stadt, in dessen Mittelpunkt ConRad, das Rad-Maskottchen stand. ConRad bittet nicht nur um Rücksichtnahme im Verkehr, sondern macht auf Umleitungen für den Radverkehr aufmerksam und gibt in Printmedien und im Internet Tipps rund ums Radfahren. Den Namen haben Singens Bürgerinnen und Bürgern über einen Wettbewerb ausgewählt.

Die Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger für ein Miteinander von Radfahrern und anderen Verkehrsteilnehmern ist Teil des Radverkehrskonzeptes der Stadt Singen. Zu dem Konzept gehören auch die Berücksichtigung des Radverkehrs bei Bauvorhaben, um potenzielle Unfallpunkte schon bei der Planung zu vermeiden, und Schulwegpläne, die Schülerinnen und Schülern die sichersten Wege zur Schule zeigen.

Ergebnis

In den Fußgängerzonen ist es bislang zu keinen Unfällen zwischen Radfahrern und Fußgängern gekommen, zwischen Radfahrern gab es einen Unfall.

Der Anteil der Radverkehrsunfälle an allen Straßenverkehrsunfällen und auch die Anzahl der verletzten Personen bei Radunfällen sind in Singen seit 2010 deutlich gesunken. Der Anteil schwerer Personenschäden ist aber bislang unverändert. Die Verkehrsbehörde und die Polizei behandeln jeden einzelnen Unfall, untersuchen die Ursachen und veranlassen Gegenmaßnahmen.

Den Radverkehrsanteil am Gesamtverkehrsaufkommen Schätzt die Stadtverwaltung auf 11 bis 14 Prozent. Eine genaue Erhebung des Modal-Splits wird angestrebt.

Ansprechpartner

Dieter Rummel
Infrastruktur „Umweltverbund” (ÖPNV, Rad- und Fussverkehr)
Tel.: 07731- 85- 351
E-Mail: dieter.rummel@singen.de

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Wie Kommunikation wirkt

Welche unterschiedlichen Strategien es gibt, Radverkehrsförderung durch Kommunikation zu unterstützen und warum das so wichtig ist, können Sie in diesem Artikel nachlesen

 

Aufruf zum Wettbewerb „Mach Radwerbung!” der Landesinitiative RadKULTUR