Informationsportal zur Radverkehrsförderung

Informationsportal zur Radverkehrsförderung

Ein Mann macht auf einer Treppe am Fluss eine Pause vom Fahrradfahren.

Amrei Bär, Offenburg, Radverkehrsbeauftragte

„Von der Erfahrung anderer lernen. So muss man das Rad nicht ständig neu erfinden.“

Wegwahl zur Arbeit & zur Schule

Begrüßungspaket

für Neubürger der Stadt Offenburg

 

umgesetzt wo?

Stadt Offenburg

58.000 Einwohner

umgesetzt wann?

Seit 07/2007 - heute

Mit welchem Budget?

Investition von 12.000 € aus kommunalen Mitteln

Laufende Kosten von 2.000 € p.a. aus kommunalen Mittel

umgesetzt von wem?

Stadt Offenburg

Mit welchem Ziel?

Ziel des Neubürgerbegrüßungspakets Rad ist es, im Rahmen des Direktmarketings gezielt Neubürger über das reichhaltige Angebot der Stadt Offenburg rund um das Fahrradfahren zu informieren und somit durch gezielte Information das Radfahren attraktiver zu gestalten sowie den Radverkehrsanteil am Gesamtverkehr zu erhöhen. Nicht zuletzt soll die Verkehrssicherheit im Radverkehr erhöht werden.

Projektbeschreibung

Jeder Neubürgerhaushalt erhält innerhalb von zwei Monaten nach der polizeilichen Meldung im Bürgerbüro ein Neubürgerbegrüßungspaket zugeschickt. Es umfasst in der Regel neben einem Anschreiben von Oberbürgermeisterin Edith Schreiner einen Flyer des kostenlosen kommunalen Radverleihs, ein Informationsblatt zu den Fahrradabstellanlagen, ein Informationsblatt zu den Radfahrvereinen und Verkehrsclubs rund um Offenburg, einen Mängelbogen, ein Informationsblatt mit Aufkleber des Scherbentelefons, eine Informationsbroschüre Offenburger Fahrradsommer (Kalender mit geführten Radtouren), einen Flyer „Mountainbike-Paradies“ Offenburg, sowie zwei Gutscheine zum Erhalt einer Radwegekarte Offenburg und vier Radtourenvorschläge rund um Offenburg. Der Inhalt des Begrüßungspakets kann saisonal abweichen. Dieses Neubürgerbegrüßungspaket enthält somit umfassende Informationen rund um das Fahrradfahren in Offenburg.

Die ersten Neubürgerbegrüßungspakete wurden Anfang August 2007 für die Neubürger, die sich im Juli 2007 polizeilich gemeldet haben, verschickt. Seitdem werden jeweils Anfang des Monats Neubürgerbegrüßungspakete verschickt. Stichprobenartige Rückfragen bei den Neubürgern haben ergeben, dass diese die erhaltenen Informationen als sehr nützlich erachten. Insbesondere die Radwegekarte sei hilfreich, um Streckenverbindungen mit dem Fahrrad zu finden, die hauptsächlich Radwege oder fahrradfreundliche Straßen umfassen. Dies sei insbesondere bei der Wegwahl zur Arbeit/Schule von Bedeutung.

Im Projektverlauf zeigte sich, dass diejenigen Neubürger, die sich am Anfang eines Monats rückwirkend (!) polizeilich anmeldeten (nur ein sehr geringer Prozentsatz), bei der Adressenanfrage beim Rechenzentrum zum Monatswechsel noch nicht registriert sind und bei der nächsten Anfrage nicht mehr aufgelistet werden. Systembedingt haben diese Neubürger kein Neubürgerbegrüßungspaket erhalten. Besonders interessant für uns war zu erfahren, dass diese Neubürger sich bei uns meldeten und um ein Neubürgerbegrüßungspaket baten (was sie selbstverständlich erhielten), nachdem sie von anderen Bürgern darauf angesprochen wurden. Dies zeigt, dass das Neubürgerbegrüßungspaket von der Bevölkerung positiv aufgenommen wurde, darüber gesprochen und es empfohlen wird.

Ergebnis

Die positive Resonanz auf die Neubürgerbegrüßungspakete bestätigte die Annahme, dass Neubürger zum Zeitpunkt des Umzugs besonders empfänglich für Informationen in Bezug auf die Mobilität sind, da zu diesem Zeitpunkt „alte“ Mobilitätsgewohnheiten überdacht werden. Besondere Erwähnung verdient der Zuspruch auf die Radwegekarte, die als Hilfsmittel zur Wegwahl insbesondere zur Arbeit/Schule verwendet wurde.

Da in der Radwegekarte Radwege und fahrradfreundliche Straßen vermerkt sind, kann gefolgert werden, dass nach einer gezielten Routenwahl vermehrt die Strecken befahren werden, die für Radfahrer als verkehrssicher angesehen werden. Hiermit wird ein Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit geleistet. Gleichzeitig werden der Radverkehrsanteil erhöht und die Radverkehrsförderung als ein Bestandteil einer nachhaltigen integrierten Verkehrsplanung unterstützt.

Ansprechpartner

Amrei Bär
Verkehrsplanerin
Stadt Offenburg: Straßen- und Verkehrsplanung, ÖPNV, Radverkehr
Postfach 2450
77614 Offenburg
0781-822526
amrei.baer@offenburg.de

Internetseite zum Projekt

www.offenburg.de

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Wie Kommunikation wirkt

Welche unterschiedlichen Strategien es gibt, Radverkehrsförderung durch Kommunikation zu unterstützen und warum das so wichtig ist, können Sie in diesem Artikel nachlesen

 

Aufruf zum Wettbewerb „Mach Radwerbung!” der Landesinitiative RadKULTUR