Informationsportal zur Radverkehrsförderung

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Ein Mann macht auf einer Treppe am Fluss eine Pause vom Fahrradfahren.

Amrei Bär, Offenburg, Radverkehrsbeauftragte

„Von der Erfahrung anderer lernen. So muss man das Rad nicht ständig neu erfinden.“

Moderne Plastiken

Skulpturen am Radweg - Kunst in der Landschaft

Umgesetzt wo?

  • Baden-Württemberg, Neckar-Odenwald-Kreis
  • Städte: Osterburken, Adelsheim, Ravenstein
  • Gemeinden: Rosenberg, Seckach
  • Einwohnerzahl: 21.000

umgesetzt wann?

Seit November 2004 - heute

Mit welchem Budget?

  • Investition von 440.000,– € aus Landesmitteln sowie Sponsoring und Spenden
  • Kommunale Mittel für laufende Kosten

umgesetzt von wem?

  • Zweckverband RIO, Regionaler Industriepark Osterburken (Projektträger)
  • Städte: Osterburken, Adelsheim, Ravenstein
  • Gemeinden: Rosenberg, Seckach

Mit welchem Ziel?

Das von der EU unterstützte und vom Ministerium als modellhaftes Vorhaben für den ländlichen Raum eingestufte und geförderte Projekt soll in erster Linie der Tourismusförderung dienen. Die Verknüpfung des Bauländer Skulpturenradwegs mit bereits bestehenden Radwegen, wie etwa dem Main-Tauber-Fränkischen Radachter, der in organisierten Touren erkundet werden kann, oder dem deutschen Limes-Radweg, der entlang des Limes über die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Hessen nach Baden-Württemberg und Bayern mit Endpunkt in Regensburg verläuft, dürfte für Radwandertouristen interessant sein.

In das Tourismus-Konzept der Ferienregion Neckartal-Odenwald-Bauland eingebunden, stellt der Skulpturenradweg einen mit einem Freilandmuseum vergleichbaren einmaligen Erlebnisort dar, der durch die Anbindung der Region an die öffentlichen Verkehrsmittel und an die Autobahn 81 von nah und fern hervorragend erreichbar ist. Vom Skulpturenradweg wird auch die heimische Gastronomie profitieren, die die Anforderungen der Radtouristen erfüllen und sich fahrradfreundlich präsentieren muss.

Projektbeschreibung

Das Projekt „Skulpturen am Radweg – Kunst in der Landschaft“ wird in der interkommunalen Zusammenarbeit von fünf im Zweckverband RIO Regionaler Industriepark Osterburken zusammengeschlossenen Städten und Gemeinden Adelsheim, Osterburken, Ravenstein, Rosenberg und Seckach realisiert. Der Zweckverband RIO Regionaler Industriepark Osterburken ist dabei Träger des Projektes.

Das Projekt und seine Umsetzung

Kunst und Kultur ganz neu erfahrbar zu machen – dies strebt das außergewöhnliche Projekt „Skulpturen am Radweg – Kunst in der Landschaft“ an. Radfahrer können seit der Sommersaison 2006 nicht nur die Landschaft im nordbadischen Neckar-Odenwald-Kreis genießen, sondern auch Kunst und Kultur in Bewegung erleben. Ein 77 km langer Skulpturenradwanderweg verbindet die touristischen Ziele der Region und wird dabei selbst zur originellen Ausstellungsstrecke zeitgenössischer Kunst.
Drei Kunstakademien in Deutschland, die für ihr hohes Gestaltungsniveau bekannt sind, wurden zu einem Skulpturen-Wettbewerb aufgerufen. Mit den Staatlichen Akademien der Bildenden Künste Stuttgart und Karlsruhe waren die zwei wichtigsten Kunsthochschulen in Baden-Württemberg beteiligt, mit Burg Giebichenstein - Hochschule für Kunst und Design Halle beteiligte sich eine für die Geschichte der modernen Plastik sehr bedeutsame Kunsthochschule. Jeweils 15 Kunststudenten waren bereits im Juli 2004 vor Ort, um sich über die Radwegstrecke, die landschaftlichen Gegebenheiten und kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten zu informieren.
Mit vielfältigen bildnerischen Ansätzen und Ausdrucksformen, verschiedenen Materialien und unterschiedlichen Größen reichten die Kunststudenten Ende Februar 2005 ihre Skulpturen-Modelle ein. Aus den Werken der jungen Künstler wählte eine siebenköpfige Fachjury, die am 3. und 4. März 2005 in Osterburken tagte, mit mehreren namhaften Kunstkennern die Arbeiten aus. Die Kunstwerke wurden über die Sommermonate von den Künstlern erstellt und sind bis Ende des Jahres 2005 an den von den Künstlern in Abstimmung mit den Gemeinden ausgewählten Standorten errichtet worden. Begleitend wurden Presse- und Öffentlichkeitsarbeit betrieben, eine Radwegbroschüre mit Radwegkarten sowie Flyer erstellt und die Radwegbeschilderung geplant. Die Eröffnung des Skulpturenradwegs fand vom 19. bis zum 21. Mai 2006 mit einem bunten Programm entlang der Strecke statt.

Vorgeschichte und Finanzierung

Die Realisierung der 77 Kilometer langen „Tour de Skulptur“ wurde möglich durch die enge Partnerschaft von fünf Gemeinden, – Adelsheim, Osterburken, Ravenstein, Rosenberg und Seckach – die in dem 1979 gegründeten Zweckverband Regionaler Industriepark Osterburken (RIO) bereits in verschiedenen Bereichen zusammen- arbeiten. Als Beitrag zur Nutzung des erheblichen kulturhistorischen Potentials für die touristische Entwicklung der Region haben die Städte und Gemeinden des RIO die Errichtung eines Skulpturen-Radwegs initiiert. Im Mai 2002 wurde ein Skulpturenradwanderweg konzipiert, der als interkommunales Projekt mit überregionaler Bedeutung die naturräumlichen und kulturhistorischen Schätze der Region erschließt.
Im Frühjahr 2004 wurden die beantragten Fördermittel zur Realisierung des Projektes vom Regierungspräsidium Karlsruhe bewilligt. Zu je 50 % förderten die Europäische Union und das Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz Baden-Württemberg den Skulpturenradweg. Neben weiteren Mitteln für Werbung und Beschilderung standen rund 440.000 Euro zur Realisierung der gestalteten Skulpturen zur Verfügung.

Ergebnis

Inzwischen sind alle Planungen abgeschlossen, der Radweg ist komplett beschildert, wird unter anderem unter der Webseite www.skulpturenradweg.de beworben.

Mit der Verknüpfung von Kunst, Wirtschaft und Tourismus setzt der Radweg neben der Kunstförderung noch weitere Akzente. Neben der Durchführung von Aktionstagen wie z. B. der „Tour de Natur“ wurden auch Radweg-Broschüren sowie ein Kunst-Bildband „Skulpturen am Radweg – Kunst in der Landschaft“ erstellt Dieser ist in den jeweiligen Kommunen und im Buchhandel für 14,90 € erhältlich.

Ansprechpartner

Marlies Ebel-Walz
Zweckverband RIO
Wirtschaftsförderin
Marktplatz 3
74706 Osterburken
06291-40127
marlies.ebel-walz@osterburken.de  
Sprechzeiten: Mo und Do 08:30 – 17:00 Uhr

Projektleiter (ehrenamtlich)
Bürgermeister a.D. Ekkehard Brand
Planweg 31
74743 Seckach
E.Brand.Seckach@t-online.de

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