Informationsportal zur Radverkehrsförderung

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Ein Mann macht auf einer Treppe am Fluss eine Pause vom Fahrradfahren.

Amrei Bär, Offenburg, Radverkehrsbeauftragte

„Von der Erfahrung anderer lernen. So muss man das Rad nicht ständig neu erfinden.“

Markierungslösung für sicheres Radfahren

umgesetzt wo?

Stadt Pforzheim

umgesetzt wann?

Die Radverkehrsmarkierungen wurden im Jahr 2014 angebracht.

mit welchem Budget?

Die Markierungen der Radverkehrsanlage wurden ihm Rahmen der Gesamtinstandsetzung des Straßenabschnitts umgesetzt. Die Kosten der Markierung und Beschilderung der Komponente „Radverkehr” lagen bei ca. 20.000 Euro.

umgesetzt von wem?

Grünflächen- und Tiefbauamt der Stadt Pforzheim

mit welchem Ziel?

Ziel des Projekts war es, eine vierspurige Hauptverkehrsstraße so umzuwandeln, dass Auto- und Fahrradfahrer sie gleichermaßen sicher nutzen können. Ein wichtiges Anliegen dabei war es, die Radverkehrsanlage im Straßenbild deutlich hervorzuheben und die Fahrradfahrer so gut sichtbar zu machen. Pforzheim hat bisher einen verhältnismäßig geringen Radverkehrsanteil von ca. 3 Prozent. Daher müssen andere Verkehrsteilnehmer durch besondere Maßnahmen auf den Radverkehr aufmerksam gemacht werden.

Die Stadt Pforzheim möchte ihren Radverkehrsanteil in den kommenden Jahren deutlich steigern, obwohl die topografische Lage dafür einige Herausforderungen stellt. Das verbesserte Angebot für Radfahrer entlang der Hauptverkehrsstraße ist Teil einer sicheren Radachse durch die Stadt.

Projektbeschreibung

Die Radverkehrsanlage wird durch rote und grüne Markierungen deutlich hervorgehoben.

Die ehemals vierspurige Hauptverkehrsstraße ist Bestandteil des Radverkehrsnetzes der Stadt Pforzheim. Sie wird zukünftig zum RadNETZ BW gehören. Dafür wurde die Straße umgestaltet und in einer Richtung mit einem Radfahrstreifen versehen. In der Gegenrichtung griff Pforzheim auf eine ungewöhnliche Lösung zurück: Die ehemalige Busspur wurde in einen Radfahrstreifen umgewandelt, auf dem auch Linienbusse fahren dürfen. (Als Verkehrszeichnen ist „Radweg – Linienverkehr frei” angeordnet.) Der Radverkehr erhält damit Priorität vor dem Linienverkehr. Die verkehrsreiche Straße mit ehemals vier Spuren für den motorisierten Verkehr hat nun noch jeweils eine Spur in jede Richtung für Pkws. Die anderen beiden Spuren stehen stadtauswärts allein dem Radverkehr und stadteinwärts Rad- und Busverkehr zur Verfügung.

Neben der offiziellen weißen Markierung heben zusätzlich eine – inoffizielle, aber genehmigte – grüne Begleitmarkierung sowie grüne Fahrradpiktogramme mit Richtungsmarkierungen innerhalb der Radfahrstreifen die Radverkehrsanlage im Straßenbild deutlich hervor. Durch diese Maßnahmen ist der Radweg für Autofahrer schneller erkennbar und Fahrradfahrer können sich dort sicherer und einfacher fortbewegen.

„Die Verbindung wird sowohl von Rad- als auch von Autofahrern gut angenommen”, sagt Edgar Theurer vom Grünflächen- und Tiefbauamt.„Es werden verstärkt Radfahrer auf dieser Verbindung gesehen, die vor der Umgestaltung nahezu radlerfrei war. Auf Grund unseres insgesamt niederen Radverkehrsanteils wird es noch dauern, bis die Radverkehrsanlage 'belebt' wahrgenommen werden wird – aber ein sichtbarer Anfang ist gemacht.”

 

Ansprechpartner

Edgar Theurer
Dipl.-Ing. Bau (FH) -BDB-
Grünflächen- und Tiefbauamt
Stadt Pforzheim
Fahrrad, Bus + Bahnen Werterhaltungsmanagement
Eutinger Straße 4
75175 Pforzheim
Tel.: 07231 / 392743
Email: edgar.theurer@stadt-pforzheim.de

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