Informationsportal zur Radverkehrsförderung

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Ein Mann macht auf einer Treppe am Fluss eine Pause vom Fahrradfahren.

Amrei Bär, Offenburg, Radverkehrsbeauftragte

„Von der Erfahrung anderer lernen. So muss man das Rad nicht ständig neu erfinden.“

Radverkehrskataster

im Landkreis Karlsruhe

 

umgesetzt wo?

Landkreis Karlsruhe

431.000 Einwohner

umgesetzt wann?

seit April 2009 - heute

mit welchem budget?

Kommunale Mittel für Personalkosten (Planung, Implementierung und laufender Betrieb)

umgesetzt von wem?

  • Landkreis Karlsruhe (Projektträgerschaft)
      Amt für Liegenschaften und Regionalentwicklung
      Amt für Vermessung, Geoinformation und Flurneuordnung
  • Datenzentrale Baden-Württemberg
  • Kommunale Informationsverarbeitung Baden-Franken

Mit welchem Ziel?

Neben dem übergeordneten Ziel, den Radverkehrsanteil insbesondere im Alltagsverkehr zu erhöhen und dem insgesamt erwarteten Anstieg des Radverkehrs gerecht zu werden, sollen mit dem Radverkehrskataster folgende Ziele verfolgt werden:

  1. Gewährleistung einer auf das gesamte Kreisgebiet abgestimmten und zielgerichteten Radverkehrsentwicklung
  2. Integration der vorhandenen Wege und Straßen zu einem leistungsfähigen Radverkehrssystem
  3. Eindeutige Regelung der Zuständigkeiten und Kompetenzen aller Beteiligten am Radverkehrsmanagementsystem im Landkreis Karlsruhe
  4. Bildung von Synergien und Einsparung von Kosten für alle Beteiligten
  5. Verbesserung der Verkehrssicherheit und der Qualität des Radroutennetzes
  6. Verbesserung der Möglichkeiten, Fördermittel des Bundes und Landes zu erhalten
  7. Aufzeigen von Lücken und Mängeln im Wegenetz sowie Vermeidung unnötiger Flächenversiegelungen
  8. Bereitstellung einer Grundlage zur Entwicklung eigener Radverkehrskonzepte der kreisangehörigen Städte und Gemeinden
  9. Entwicklung einer Planungsgrundlage zur Radverkehrsinfrastruktur für die verschiedenen Planungsträger im Landkreis Karlsruhe
  10. Förderung des Tourismus im Landkreis Karlsruhe

Zielgruppen sind alle Personen, die Daten des Radverkehrskatasters benötigen insbesondere Kinder/Jugendliche; Anbieter/Akteure; Verkehrsunternehmen; Arbeitgeber/Schule; Politik/öffentliche Hand und der Einzelhandel.

Projektbeschreibung

Kartenausschnitt und Formular

Ausgangssituation

Das Radroutennetz (touristische Fernradrouten) des Landkreises Karlsruhe wurde in den Jahren 1995-1996 im Rahmen des Projektes „BW-Grundnetz” vom Wirtschafts-
ministerium Baden-Württemberg festgestellt und beschildert. Bis 2005 bestand das Radroutenkataster nur aus einer Kopie der topografischen Karte 1 : 25.000 (TK25), in welcher die Radrouten und Schilderstandorte von Hand eingezeichnet waren, und einer handschriftlichen Tabelle mit den Schilderattributen. Ab 2005 wurde der Versuch gestartet, sämtliche analogen Daten vor Ort auf ihre Aktualität hin zu überprüfen und in ein Geoinformationssystem auf der Grundlage der digitalen topografischen Karte 1 : 25.000 (DTK25) zu überführen.

Organisations- und Beteiligungsstruktur

Da die Anforderungen an die Datenhaltung in Bezug auf Umfang, Lagegenauigkeit und Aktualität bzw. Verfügbarkeit schnell gestiegen sind, wird im Landkreis Karlsruhe seit 2007 mit Hilfe von Partnern unter anderem ein Radroutenkataster entwickelt.

Entwicklung und Umsetzung des Radroutenkatasters

Die ersten drei Module des Radverkehrskatasters (Radverkehrszonen, -entwicklungsachsen und Radroutennetzabschnitte) wurden bereits mittels eines Geoinformationssystems (GIS) umgesetzt und in Betrieb genommen. Zurzeit befindet sich das Landratsamt Karlsruhe, in Zusammenarbeit mit den kreisangehörigen Städten und Gemeinden sowie mit weiteren öffentlichen und privaten Stellen, in der Feststellung und Erfassung der überörtlichen (Hauptradrouten) und örtlichen (Nebenradrouten) der Radroutennetzabschnitte. Nach der Erfassung der Radroutennetzabschnitte werden weitere Module (Gefahrenstellen und punkt- und linienhafte Radverkehrsinfrastrukturmaßnahmen) in Betrieb genommen.

Ab 2013 wird das Radroutenkataster im Bereich der Hauptradrouten bei Bedarf mit weiteren Daten wie z. B. Höhenprofilen, Infrastrukturanlagen, Hotels, Sehenswürdigkeiten etc. erweitert. Weiter sollen die kreisangehörigen Städte und Gemeinden eine Zugangsmöglichkeit auf das Radroutenkataster erhalten. Damit sollen die Städte und Gemeinden die Möglichkeit haben, weitere Radrouten auf derselben Datengrundlage zu erstellen und zu pflegen.

Ergebnis

Durch die interkommunale Zusammenarbeit können Kosten und personeller Aufwand für die Beschaffung von Hard- und Software sowie für die Erfassung der Daten geteilt und reduziert werden. Redundanzen und Inkonsistenzen werden minimiert, die Planungs- und Auskunftssicherheit wird erhöht, verwaltungsübergreifende Vorgänge können schneller und effizienter zum Vorteil der Bürgerinnen und Bürger und von Unternehmen abgearbeitet werden.

Ansprechpartner

Angelo Castellano
Amt für Liegenschaften und Regionalentwicklung
Radverkehrsmanagement
Landratsamt Karlsruhe
Beiertheimer Allee 2
76137 Karlsruhe
0721 – 936 6328
angelo.castellano@landratsamt-karlsruhe.de

Internetseite zum Projekt

www.landkreis-karlsruhe.de

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