Informationsportal zur Radverkehrsförderung

Informationsportal zur Radverkehrsförderung

Viele Menschen haben sich für dieses Foto zu einem Fahrrad formiert.

Michael Obert, AGFK-BW Vorstandsvorsitzender

„Radverkehrsförderung ist eigentlich ganz
einfach – da kann jeder in fast jedem Bereich etwas beitragen.“

Sicher unterwegs

Beim „Fahrrad-Monitor”, einer Umfrage des Bundesverkehrsministeriums zum Stand des Radverkehrs, gaben 2015 fast die Hälfte aller Befragten an, dass sie sich beim Radfahren nicht sicher fühlen. Es bleibt also viel zu tun im Handlungsfeld „Sicherheit für den Radverkehr”.

Die gute Nachricht: Viele Beispiele zeigen, dass Kommunen, die den Radverkehr konsequent fördern und eine sichere Infrastruktur schaffen, mehr Radverkehr bei gleichzeitig sinkenden Unfallzahlen erreichen. Hier kann also jeder Straßenbaulastträger und jede Kommune im eigenen Zuständigkeitsbereich wirksam tätig werden. Dabei ist wichtig, dass neben der objektiven Sicherheit auch das subjektive Sicherheitsempfinden nicht zu kurz kommt. Daher sollten Infrastruktur- und Kommunikationsmaßnahmen sich gegenseitig unterstützen.

Folgende Maßnahmen steigern die Sicherheit für den Radverkehr:

Unfall- und Verkehrssicherheitsanalyse, Identifikation von Unfallursachen und besonderen Gefahrenpunkten

Sicherung des Radverkehrs durch Verringerung der Geschwindigkeiten des Kfz-Verkehrs:

  • Nutzung der kommunalen Entscheidungsspielräume für situationsbezogene Verringerung der zulässigen Höchstgeschwindigkeiten zur Sicherung des Radverkehrs im Rahmen des geltenden Rechts (auf radverkehrsrelevanten Straßenabschnitten, innerorts und außerorts),
  • Unterstützung von Straßenraumgestaltungen, die eine Reduzierung der gefahrenen Geschwindigkeiten und eine Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeiten begünstigen.

Überprüfung von Verkehrsregelungen, die unter Sicherheitsgesichtspunkten als kritisch gelten, zum Beispiel:

  • Zulassung von Radverkehr in linker Richtung,
  • Freigabe von Radverkehr auf Gehwegen innerorts,
  • fehlende Überquerungsmöglichkeiten für den Radverkehr,
  • Prüfung der Anordnung von Tempo 70 als zulässige Höchstgeschwindigkeit außerorts,
  • Prüfung der Radwegebenutzungspflicht.

Verkehrsverhalten, Kommunikation zu folgenden Themen:

  • Werben für Rücksichtnahme auf Radfahrende bei den Autofahrenden und anderen Verkehrsteilnehmern
  • Werben für Rücksichtnahme bei den Radfahrenden gegenüber schwächeren Verkehrsteilnehmern (radfahrende Kinder und Senioren, Fußgänger)
  • Konfliktvermeidung Lkw/Bus und Rad durch entsprechende Informationskampagnen (z.B. zum Toten Winkel) auf beiden Seiten

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